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Jesko Fezer

Jesko Fezer, Professor für Experimentelles Design

Jesko Fezer (*1970) ist seit 2011 Professor für Experimentelles Design an der HFBK Hamburg. Fezer arbeitet als Architekt, Autor, Designer, Künstler und Ausstellungsgestalter. In Kooperation mitifau (Institut für angewandte Urbanistik) realisierte er Architekturprojekte in München, Graz, Utrecht, Stuttgart, Berlin, New York und London.

Neben der Tätigkeit als Mitbetreiber der thematischen Buchhandlung zu Stadt, Politik, Pop, Ökonomiekritik, Architektur, Design, Kunst und Theorie, Pro qm, gibt er die politische ArchitekturzeitschriftAn Architektur. Produktion und Gebrauch gebauter Umwelt mit heraus und ist Mitbegründer des Forschungs- und AusstellungsgestaltungsstudiosKooperative für Darstellungspolitik.

Der Lehrtätigkeiten an verschiedenen Kunst- und Architekturhochschulen und einer Gastprofessur für Architekturtheorie und Urban Research an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg folgte 2009–2010 die Leitung des ForschungsprojektesCivic City. Design for the Post-Neoliberal City am Institut für Designforschung der Züricher Hochschule der Künste.

Jesko Fezer forscht und publiziert zur Architektur- und Designgeschichte der Nachkriegszeit, zu Entwurfsmethodik, Prozessorientierung und Partizipation sowie zur Politik der Gestaltung. Seit 2011 gehört er dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Designtheorie und -forschung (DGTF) an und ist Mitglied der Hamburger Kunstkommission.

Veröffentlichungen (Auswahl)

ifau und Jesko Fezer: 12 Arbeitsthesen, Disko, Nr. 25, Nürnberg 2011
Jesko Fezer: Deprofessionalisierungstendenzen (damals, in der Entwurfsmethodik), Disko, Nr. 24, Nürnberg 2011
Jesko Fezer, Matthias Görlich, Design2context (Hg.): Civic City Cahier 1–5. (Margit Mayer, Gui Bonsiepe, Tom Holert, Neil Brenner, Nick Theodore, Jamie Peck, Erik Swyngedouw), London 2010–2011
Jesko Fezer:Design for a Post-Neoliberal City, in: E-Flux Journal, Nr. 17, New York 2010
Jesko Fezer, Axel John Wieder (Hg.):Bilder der Planung. Visuelle Diskurse zur Gestaltung der Wirklichkeit, in: Tom Holert, Marion von Osten (Hg.): Das Erziehungsbild. Zur visuellen Kultur des Pädagogischen, Wien 2010
Jesko Fezer: A Non Sentimental Argument. Die Krisen des Design Methods Movement 1962–1972, in: Daniel Gethmann, Susanne Hauser (Hg.): Kulturtechnik Entwerfen. Praktiken, Konzepte und Medien in Architektur und Design Science, Bielefeld 2009
Jesko Fezer: Planung und Demokratie. Ein Gespräch mit Tomás Maldonado, in: Texte zur Kunst, Nr. 72, Berlin 2008
An Architektur Nr. 1–23, Vice Versa, Berlin 2002–2010
Jesko Fezer: Polit-Kybernetik. ARCH+, die Studenten und die IG Bau Steine Erden, in: Arch+, Nr. 186, Berlin 2008
Jesko Fezer und a42.org: Planungsmethodik gestern, Disko, Nr. 6, Nürnberg 2007
Nicole Birlenbach, Jesko Fezer, Mateo Kries, Ana Stüler (Hg.): DesignCity - Design for Urban Space and the Design City Discussion, Berlin 2006
Jesko Fezer, Mathias Heyden (Hg.): Hier Entsteht. Strategien partizipativer Architektur und räumlicher Aneignung, Berlin 2004
Jesko Fezer, Martin Schmitz (Hg.): Lucius Burckhardt: Wer plant die Planung? Architektur, Politik und Mensch, Berlin 2004

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Künstlerin: Iris Hamers "Two pink paintings facing each other"; Foto: Tim Albrecht

Kunst trotz(t) Corona: Graduate Show 2020

Mit einer zweimonatigen Verspätung fand die Graduate Show – ehemals Absolventenausstellung – in diesem Jahr am 19. und 20. September statt. Mehr als 140 Studierende zeigten ihre künstlerischen Abschlussarbeiten.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?