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Martin Köttering

Martin Köttering, Präsident, Professor für Kunstvermittlung

Martin Köttering (*1964 in Lingen/Ems) studierte Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim und Bildende Kunst in Bath, England. Anschließend war er als Assistent des künstlerischen Leiters der documenta 9 Jan Hoet tätig. 1995 übernahm er die Leitung der Städtischen Galerie in Nordhorn und war Initiator, künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des offenen Museums kunstwegen. Im Rahmen dieser Tätigkeiten konzipierte und realisierte er zahlreiche Ausstellungen, Publikationen und Projekte im öffentlichen Raum mit international renommierten Künstler*innen wie Guillaume Bijl, Mark Dion, Olafur Eliasson, Luciano Fabro, Fischli/Weiss, Hamish Fulton, Dan Graham, Katharina Grosse, Beate Gütschow, Jenny Holzer, Ilya und Emilia Kabakov, Suchan Kinoshita, Michel Majerus, Tobias Rehberger oder Andreas Slominski. Zudem realisierte er für das Ministerium für Wissenschaft und Kunst der niedersächsischen Landesregierung künstlerische Projekte wie z.B. das Jugend- und Kulturgästehaus Koppelschleuse in Meppen gemeinsam mit Franz Erhard Walther.

Seit 2002 ist Martin Köttering Präsident der Hochschule für bildende Künste Hamburg.

Er ist Mitglied in verschiedenen Jurys, Gremien, Aufsichtsräten und Stiftungen, wie etwa der Hamburg Media School, dem Fachausschuss Kunst des Akkreditierungs-Instituts ACQUIN und bis 2008 im Aufsichtsrat der internationalen Kulturfabrik Kampnagel. Als künstlerischer Leiter initiierte er die internationale Ausstellung zu Strategien der Vermittlung und Präsentation von Künstlerinitiativen in der HafenCity Hamburg subvision.kunst.festival.off. Bis 2011 war er Mitglied und zuletzt Vorsitzender der Niedersächsischen Kunstkommission und im Kuratorium der Sammlung Hamburger Kunstmuseen.

Publikationen (Auswahl):

  • Dan Graham, Two Way Mirror Pavilions, Nordhorn 1996
    mit Texten von Dan Graham, Martin Köttering und Roland Nachtigäller.
  • Störenfriede im öffentlichen Interesse, Wienand Verlag Köln, 1997
    mit Texten von: Martin Köttering, Eckhard Schneider, H.M. Schulz, Jan Hoet, Andreas Denk, Dieter Ronte, Anne Duden, Peter Waterhouse, Hugo Dittberner, Veit Loers, Friedrich Wolfram Heubach, Stefan Schmidt-Wulffen, U. Frohne / Ch. Katti, Roland Nachtigäller und Gert Selle. 288 Seiten.
  • Franz Erhard Walther, Orte der Entstehung – Orte der Wirkung, Ausstellungen 1962–2000, Nordhorn 2000. 398 Seiten. Planzeichnungen von Ausstellungsarchitektur und Werkpräsentationen dokumentieren mit Texten von Walther seine künstlerische Biographie.
  • Olav Christopher Jenssen, Von Zeit zu Zeit, Zeichnungen 1992–1994
    mit einem Gespräch zwischen Martin Köttering und O. Chr. Jenssen, Nordhorn 1995
  • Panamarenko, Autovision,
    mit einem Text von Arndt Wesemann, 1995
  • topping out: Rob Birza, Stephen Craig, Jessica Diamond, Friedhelm Falke, Katharina Grosse, Michel Majerus, Rupprecht Matthies, Peter Santino
    hrsg. mit R. Nachtigäller, 1997
  • Franz Ackermann, unerwartet, 1997
  • Hamish Fulton, Die Vechte entlang gehen, 1998
  • Thomas Rentmeister, Skulpturen
    mit einem Text von Renate Wiehager und Friedrich Meschede, 1998
  • Ernst Caramelle, Architekturbezogene Gestaltung des Konzert- und Theatersaals in Nordhorn, 1998
  • Jan Fabre, Engel und Krieger – Strategien und Taktiken,
    mit Texten von G. Royden Hunt, Stefan Hertmans, Martin Köttering, Andreas Sentker, 1999
  • Martin Assig, Honiggänsewiese, mit einem Text von Volker Wortmann, 2000
  • Guillaume Bijl, Museum für die Souvenirs der sechziger Jahre, 40 historische Objekte, 2001
  • Hausarbeiten – der Alltag daheim, Andreas Slominski, Andreas Exner, Sabine Gross, Jochen Flinzer, Peter Rösel, Patricia Waller, Sonja Alhäuser, Christian Jankowski, Peter Brüger, Andrea Ostermeyer. Hrsg. mit R. Nachtigäller, 2001

Kunstprojekte im öffentlichen Raum (Auswahl)

Cai Guo Quiang, Skylight, 1999, fünf Fiberglasdrachen, Gramsbergen, NL
Ernst Caramelle, ohne Titel, Wandmalerei im Konzert- und Theatersaal Nordhorn, 1998
Stephen Craig, zwei Ausstellungspavillons, Nordhorn, 1996–1999
Mark Dion, The Hunters Cabin and the Biological Field Station, Brünas Heide, 2000
Olafur Eliasson, Der drehende Park, Neugnadenfeld, 2000
Luciano Fabro, Tumulus, Spöllberg bei Uelsen, 1999
Peter Fischli / David Weiss, Ein Weg durch das Moor, Bathorn, 1999
Hamish Fulton, Die Vechte entlang gehen, 1998
Dan Graham, Parabolic Triangular Pavilion I, Nordhorn, 1995/96
Georg Herold, Liquid Relief / Light Relief, Nordhorn 1997
Jenny Holzer, Black Garden, Nordhorn, 1994–2000
Ilya Kabakov, Wortlos, Laar am Vechteufer, 1999
Marin Kasimir, No Peep Hole, Lage, 2000
Suchan Kinoshita, Vom Hören sagen, Emlichehim, 2000
Till Krause, Akribische Untersuchungen über eine Wegroute und ihre Landschaft, 2000
Tobias Rehberger, Caprimoon'99, Lage, 2000
Thomas Rentmeister, Ohne Titel, Nordhorn, 1998
Ann-Sofie Siden, Turf Cupola, Neugnadenfeld, 2000
Andreas Slominski, Die Hose des Einbeinigen trocknen, Lage, 2000
Franz Erhard Walther, Jugend- und Kulturgästehaus, Koppelschleuse Meppen, 2000

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V.

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Wer spricht? Wer malt welches Motiv? Wer wird gezeigt, wer nicht? Identitätspolitische Fragen spielen in der Kunst und damit auch an der HFBK Hamburg eine wichtige Rolle. Das hochschuleigene Lerchenfeld-Magazin beleuchtet in der aktuellen Ausgabe Hochschulstrukturen sowie Studierendeninitiativen, die sich mit Diversität und Identität befassen.

Grafik: Tim Ballaschke

Semesterstart

Nach drei Semestern Hybrid-Lehre unter Pandemiebedingungen steht nun endlich wieder ein Präsenz-Semester bevor. Wir begrüßen alle neuen Studierenden und Lehrenden an der HFBK Hamburg und laden herzlich zur Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 ein, die in diesem Jahr von einem Gastvortrag von ruangrupa begleitet wird.

Grafik: Sam Kim, Bild im Hintergrund: Sofia Mascate, Foto: Marie-Theres Böhmker

Graduate Show 2021: All Good Things Come to an End

Vom 24. bis 26. September präsentierten die mehr als 150 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2020/21 ihre Abschlussarbeiten im Rahmen der Graduate Show in der HFBK Hamburg. Wir bedanken uns bei allen Besucher*innen und Beteiligten.

Foto: Klaus Frahm

Summer Break

Die HFBK Hamburg befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, viele Studierende und Lehrende sind im Sommerurlaub, Kunstinstitutionen haben Sommerpause. Eine gute Gelegenheit zum vielfältigen Nach-Lesen und -Sehen:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?