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Bundeskunsthalle

Ausstellungs-Kooperation mit der Bundeskunsthalle

Im Rahmen des Seminars für kuratorische Praxis von Prof. Martin Köttering kooperiert die HFBK Hamburg von Juni 2012 bis Juni 2014 mit der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Während der zweijährigen Kooperation stellen HFBK Studierende und Absolventen im »Echoraum« im Untergeschoss der Bundeskunsthalle ihre Projekte vor. Die Ausstellungen werden von Studierenden der HFBK konzipiert und kuratiert. In dieser Form kooperiert die Bundeskunsthalle im Zwei-Jahres-Rhythmus mit verschiedenen internationalen Kunsthochschulen.

Ort: Bundeskunsthalle, Echoraum, Friedrich-Ebert-Allee 4, Bonn
www.bundeskunsthalle.de

»A Great Exhibition«
Gina Fischli, Rebekka Seubert, Susanne Stroh
Eröffnung: 7. November 2013, 19 Uhr
Ausstellung: 8. November 2013 - 23. Februar 2014
Ausstellung der HFBK Hamburg im Rahmen des Seminars für kuratorische Praxis und Theorie unter der Leitung von Prof. Martin Köttering.

Kunst lebt davon, sie mit den eigenen Augen zu sehen, sie im Raum oder in ihrer Zeitlichkeit zu erfassen. Trotzdem ist auch ein großer Teil der Kunsterfahrung gefiltert durch Reproduktionsmedien: Kataloge, Webseiten, Fotografien, Texte. Ihre Verfügbarkeit hat längst die Grenzen von Raum und Zeit gesprengt. Die Erzählung ist seit menschengedenken ein Mittel zum Überwinden dieser Grenzen: Ein Augenzeuge berichtet und ein anderer hört ihm zu. In der letzten Ausstellung im Echoraum ist deshalb zu allererst die Sprache das Material. Ein Material, das im Kopf eines Zuhörers ein Bild des Erzählten formen kann. Museumsbesucher berichten von einem Kunsterlebnis, dem Rundgang durch eine Ausstellung. Durch das dokumentarische Video wird die subjektive Erinnerung zu einer gültigen Erzählung. Die Ausstellung selbst wird zum künstlerischen Medium, das nicht mehr an Raum und Zeit gebunden ist. »A Great Exhibition« ist ein Versuch, in dem Bilder und Einbildung ineinandergreifen dürfen. Die Ausstellung besteht aus fünf Kurzfilmen, die in einer ortspezifischen Installation eingebettet sind. Reproduktionen des kleinen Vorraums zum Medienraum beherbergen die Videos und schaffen kabinetthafte Betrachtungssituationen. In den Filmen sind Besucher einer anderen deutschen Kunsthalle zu sehen, die jeweils über eine Ausstellung berichten. Anders als man vielleicht zunächst vermutet, haben sie sich die fünf kunsthistorischen Ausstellungen als Nachbauten in Modellgröße angesehen und beschreiben diese im Anschluss anhand ihres Erinnerungsvermögens. Durch die fehlenden Angaben zu Ort und Zeit in den Erzählungen, muss sich der Zuhörer hier nun auf seine Vorstellungskraft verlassen. In den individuellen Erzählungen entstehen neue Zuschreibungen, die den Mythos der Ausstellungen bestätigen oder brechen. Der Besucher bleibt durch Installation und Erzählung letzlich auch im übertragenen Sinn immer nur im Vorraum der Ausstellung, die er selbst nie betritt. Einer virtuellen Ausstellung, die so nur im Kopf stattfindet.

Modelle: Armory Show, New York (1913), Dada-Messe, Berlin (1920), Kabinett der Abstrakten, Hannover (1928), When Attitudes become Form, Bern (1969), Freeze, London (1988)

Mit freundlicher Unterstützung der Karl H. Ditze Stiftung Hamburg.

»Auflauf der Fassaden«
Katja Aufleger, Christiane Blattmann, Franz Dittrich, Jens Franke, Stefan Hauberg, Suse Itzel, Yannick Kaftan, Stefan Mildenberger, Philip Pichler, Oliver Schau, Akin Şipal, Aleen Solari
Eröffnung: 16. Mai 2013, 19 Uhr
Ausstellung: 17. Mai — 6. Oktober 2013
Kuratiert von Gina Fischli, Rebekka Seubert und Susanne Stroh von der HFBK Hamburg im Rahmen des Seminars für kuratorische Praxis und Theorie unter der Leitung von Prof. Martin Köttering.

Auflauf der Fassaden! Das Fundament kommt in Bewegung, der Glaube in die Festigkeit des Festen wird aufgeweicht und die Weichheit des Weichen verfestigt. In einer Ausstellung, die künstlerische Positionen um das Thema der Aneignung von Raum und Architektur vereint, fressen sich die Arbeiten in Wände, verflüssigen Gemäuer, schneiden Fassaden auf und besetzen, zumindest für den Moment, die Kellerräume der Bundeskunsthalle in Bonn. Durch das wechselseitige Wirken des handelnden Menschen auf die Architektur prallen die Gegensätze von Gestein und Beweglichkeit aufeinander. Auftakt der Ausstellung ist das großflächige Wandbild, mit dem Franz Dittrich den Lichtschacht einnimmt. Die vermeintliche Fachwerk-Ornamentik, die die Statik des Gebäudes unterstreicht, entpuppt sich hier als verschlüsselte Schrift, der Kontur des Titels der Arbeit »ARS INVINAE«. Die Spitze der fest installierten Stein-Pyramide ist durch eine Manipulation von Phillip Pichler umgebogen, ihre strenge Geometrie schmilzt dahin. Der Titel der Arbeit, »Michel«, nimmt Bezug auf eine Karikatur aus dem Vormärz, in der die Mütze des deutschen Michel schlaff vom Kopf hängt. Auch das im Pyramidenraum platzierte Video »fallen, Fallen, traps« von Suse Itzel dreht sich um die Transformation eines Gegenstandes. Der nachgebaute Josef-Hoffmann-Schrank aus der Wiener Werkstätte wird gemeinsam mit seiner filmischen Umgebung animiert und in Bewegung versetzt. An der gegenüberliegenden Wand verknüpft Stefan Mildenberger für seine Bildserie »FENCE« jeweils zwei ikonische Bauten unterschiedlicher geografischer Herkunft. In digital erstellten Fotocollagen wird ihre vermeintliche Einzigartigkeit als kalkulierte Macht-Architektur entlarvt.Im nächsten Raum betritt der Besucher die Installation »Rotierende Interieurs« von Christiane Blattmann, die einem landschaftlichen Arrangement gleicht. Mauern sind hier aus Stoff, handgeformte Keramikstäbe markieren Orte am Boden, und Gipsmodule, die an Architekturmodelle erinnern, sind in einem ruinösen Zwischenzustand. Im folgenden Abschnitt begleitet Jens Franke in seiner Video-Arbeit den Bau eines Stadtviertels von Shanghai, welches von den deutschen Architekten Albert Speer und Partner im westlichen Stil entworfen wurde. »New Town« dokumentiert die Diskrepanz von Idee und Wirklichkeit des Städtebaus.»Die Vergewisserung über die Steine« ist eine Performance, die Suse Itzel und Stefan Hauberg für das Regiepult im Echoraum als Video-Arbeit produziert und ortsspezifisch umgesetzt haben. Im Film stehen sich zwei verhüllte Menschen mit Gitterschilden gegenüber und bewerfen sich abwechselnd, in festgelegter Bewegungsabfolge, mit Steinen. Den Film »Deprem Meprem« über eine Familiengeschichte zwischen Gelsenkirchen und Istanbul haben Yannick Kaftan und Akin Şipal für die Ausstellung in eine Video-Installation im Studio auf mehreren Bildschirmen umgewandelt. Die Fassade des Familienhauses in Istanbul wird über Erzählungen mit Hoffnungen und Leben gefüllt. Der Rundgang endet mit der Video-Arbeit »contemplating« von Katja Aufleger, in der sie 360 Posen aus Kindler’s Malerei-Lexikon in einer Studio-Situation nachstellt. Mit zwei Sockeln als Hilfsmittel erstarrt das Modell in fotografischen Standbildern zur Statue. Auf der gesamten Ausstellungsfläche lässt Aleen Solari in einer temporären Installation am Eröffnungsabend eine Gruppe von Performern zu Sockeln für ihre »Gehaltenen Skulpturen« werden. Während der restlichen Ausstellungsdauer bleiben die Skulpturen vom Träger verlassen im Raum zurück. Im Außenraum, an den Laternenpfählen des Vorplatzes der KAH, befestigt Oliver Schau für »Tärnö 7« mehrere Klappstühle, die durch Besucher zum Sitzen herangezogen werden können und nach dem Benutzen mechanisch zurückrutschen.

Mit freundlicher Unterstützung der Karl. H. Ditze Stiftung Hamburg und der RETOL GmbH Leipzig

»Ein Raum und der hätte keine Richtung«
Utz Biesemann, Jenny Feldmann, Katja Lell, Fion Pellacini, Alice Peragine, Zahava Rodrigo, Yuki Terasaka, Villa Design Group
Eröffnung:  29. November 2012, 19 Uhr
Ausstellung: 30. November 2012 – 7. April 2013
Kuratiert von Marie Lauerbach, Susanne Stroh, Sung Tieu und Lilli Wimmer von der HFBK Hamburg im Rahmen des Seminars für kuratorische Praxis und Theorie unter der Leitung von Prof. Martin Köttering.

»Ein Raum und der hätte keine Richtung«, die zweite Ausstellung im Rahmen der Kooperation, zeigt Arbeiten von acht verschiedenen Künstler(inne)n und Künstlergruppen, die sich auf unterschiedlichste Weise mit dem Topos des Raumes befassen. Vielfältige Facetten der raumkonstituierenden Elemente werden hinterfragt, ein Raum ohne Richtung angedacht. Die Villa Design Group lässt in ihrer Arbeit einen Raum auf Reisen gehen. Er transformiert sich, sucht sich ein neues Ziel und nimmt doch eine Geschichte mit. Nach einem Helikopterabsturz verwandelt sich das Hotel de Paris in Monte Carlo in ein Kreuzfahrtschiff, bis es schließlich in Südamerika seine neue Heimat findet. Fion Pellacini spielt mit der Werbeästhetik, die uns umgibt. In Form von Tempoparolen und Entschleunigungsmantras gestaltet er verschiedene Muster, die an die Symbolsprache von Flaggen erinnern. Gedruckt auf Isomatten, tänzeln diese in der Luft. Ein Raum, der sich immer wieder verändert – erweitert, verkleinert, verschiebt –, wird in der Videoprojektion von Zahava Rodrigo sichtbar. Mittels zwei übereinander projizierter Videos werden durch wechselnde Kombinationen von Bildern und Perspektiven neue, verschachtelte Räume konstruiert. Yuki Terasaka stellt in seinen Fotografien Innen- und Außenraum gegenüber, verbindet Sehende und Gesehenes neu. Menschen werden zu Skulpturen, Denkmäler zu Betrachtern. Ob es möglich ist, »das zusätzliche Bewusstsein rechts oberhalb vom normalen Bewusstsein« zum Beispiel auch auf den Raum zu übertragen, ist eine jener Fragestellungen, mit denen sich Utz Biesemann in seiner Arbeit »Oberhalb vom« beschäftigt. In diversen Installationsanordungen und Aktionen entwickelt er eine Erzählung mit unterschiedlichen Protagonisten, um Denkräume zu eröffnen. Exakt bis ins Detail verleimte Jenny Feldmann modernes Laminat zu einem Intarsienparkett im venezianischen Stil. Die Irreführung des Betrachters setzt sich auch in der optischen Täuschung, die das Muster hervorruft, fort und spielt mit der Materialität der Stoffe. Die Narration im Film von Katja Lell speist sich aus der Spannung zwischen einer spröden visuellen Ebene und einer intimen Tonebene. Im Gegensatz zur mystisch-spirituellen Erzählung verweisen die abstrakten Abbildungen auf technisch-wissenschaftliche Gebiete und beziehen sich auf die Bildwelt, die man aus dem Schulphysikbuch zu kennen vermag. Der Film von Alice Peragine beschäftigt sich mit Prozessen der Territorialisierung und räumlichen Markierung. Beim rhythmischen Abschreiten eines Feldes in der Südbretagne, das durch seine Militärgeschichte geprägt ist, lässt die Protagonistin in regelmäßigen Abständen weiße Papiertücher fallen, welche die Fläche in ein weiß meliertes Bild umwandeln.

»Andere Räume«
FORT & Jochen Schmith
Eröffnung: 19. Juni 2012, 19 Uhr
Ausstellung: 20. Juni – 16. September 2012
Kuratiert von Antje Fischer, Janina Krepart, Ida Roscher, Susanne Stroh und Lilli Wimmer im Rahmen des Seminars für kuratorische Praxis unter Leitung von Prof. Martin Köttering.

»Stellt man sich die Frage, ob sich das Erscheinungsbild des Hasenbaus, in dem Alice auf der Suche nach dem weißen Kaninchen verschwindet, von allen anderen unterscheidet, so lautet die Antwort nein. Wahrscheinlich deshalb, weil eine Geschichte, die einen gleitenden Übergang in traumlogische Hemisphären zu erzählen sucht, nicht nur einen irritierenden Köder, sondern auch eine Pforte benötigt, die in ihrer weltlichen Tarnung ausreichend glaubwürdig wirkt.« (FORT)
Die Ausstellung »Andere Räume« beschäftigt sich genau mit dieser Fragestellung. Gezeigt werden Arbeiten der Künstlergruppen FORT und Jochen Schmith, die durch gezielte  Eingriffe gewohnte Wahrnehmungsstrategien unterlaufen und den Raum des Museums in mimetischer Weise rekonstruieren, um dem Betrachter neue Sichtweisen zu ermöglichen. FORT, bestehend aus Anna Jandt, Jenny Kropp und Alberta Niemann, realisiert seit 2006 Installationen und Performances, die sich an der Grenze dessen bewegen, was noch als glaubwürdiger Alltagsmoment begriffen werden kann. Ortsspezifische Eigenschaften bilden die Grundlage für ein Referenzsystem, in dem sich reale Gegebenheiten mit fiktiven Elementen verbinden. Der Betrachter findet sich als unfreiwilliger Statist in einer Szenerie wieder, die für ihn arrangiert wurde.Mit der Installation »Thirty Feet Away From Me« greift FORT auf Gegenstände zurück, die zum typischen Ausstellungsinventar großer Kunstinstitutionen gehören. Ein zentrales Motiv bilden hierbei Absperrständer, die in Museen zum Einsatz kommen, um den Andrang auf populäre Kunstwerke zu regeln, wertvolle Exponate zu schützen und dem Besucher seinen Platz zuzuweisen. In der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn arrangiert die Künstlergruppe diese Absperrständer zu einem Parkour, der den Betrachter dazu auffordert, einen Umweg zurückzulegen, um sich dem Werk anzunähern. Am Ziel angekommen, scheint vorerst kein Kunstwerk vorhanden zu sein. Neben einem sportiven Werkzeug, das scheinbar achtlos in einer Raumecke abgestellt ist, stößt der Besucher lediglich auf ein weiteres Element des Ausstellungsinventars. Angeleuchtet wie ein Kunstwerk befindet sich dort das Titelschild, das den Namen der Arbeit und die Werkangaben bezeichnet. Die Informationen darauf ermöglichen dem Betrachter eine Neuordnung des Raumes, die ihm den Weg in die entgegengesetzte Richtung weist und den Blick auf einen stillen Protagonisten lenkt. Am Ende scheint jeder Zufall verdächtig. Den Ansatz, den Ausstellungsraum nicht nur als reine Präsentationsfläche zu verstehen,  sondern in einer Spiegelung als Plattform für die künstlerische Idee zu nutzen, zeichnet auch die Arbeitsweise der zweiten Künstlergruppe aus, die in dieser Ausstellung zu sehen ist.  Das Künstlerkollektiv Jochen Schmith, das sich aus Carola Wagenplast, Peter Hoppe und Peter Steckroth zusammensetzt, untersucht in ihrer Zusammenarbeit unter anderem die räumlichen und strukturellen Bedingungen des Ausstellens und der zeitgenössischen Kunstproduktion. In einer Herangehensweise, die meist direkt auf die vorhandene Situation Bezug nimmt, dekonstruieren die Künstler vorgefundene Architekturen, Kulissen, Konventionen und Symbole und entwerfen eigene komplexe Strukturen. Für die Arbeit »The Fraud« führte Jochen Schmith eine Befragung der Mitarbeiter der Bundeskunsthalle Bonn durch. Anhand deren Ergebnis wurde ein Eau de Parfum konzipiert und in Bronzeflakons abgefüllt, deren Form an die architektonischen Merkmale des Ausstellungshauses und das ehemalige Logo angelehnt ist. Als Display fungieren leere Transportkisten anderer Ausstellungen des Hauses, die somit Eingang in ihnen nicht zugedachte Räumlichkeiten finden. Die Stapelung der Kisten ist von mehreren Stockwerken aus sichtbar und verbindet so mehrere Ausstellungsebenen miteinander. Das Erscheinungsbild des Hauses wird so im doppelten Sinne hinterfragt: Mit einer Parfümkreation, die das Marketinginstrument der Coporate Identity in eine Form zurückführt, die ihrem omnipräsentem Wesen entspricht und wie auch die sonst verstauten Kisten eine explizite Verschiebung des Unsichtbaren zum Sichtbaren beinhaltet. Repräsentant und Repräsentat werden hier vertauscht, neu strukturiert und umkodiert.

Katalog
Anlässlich der 2-jährigen Kooperation ist ein Ausstellungskatalog erschienen, mit Vorworten von Martin Köttering und Rein Wolfs und Ausstellungstexten von Philip Pichler, Rebekka Seubert, Chloe Stead, Susanne Stroh und Anna-Lena Wenzel zu den vier Ausstellungen »Andere Räume« (2012), »Ein Raum und der hätte keine Richtung« (2012/13), »Auflauf der Fassaden« (2013), »A Great Exhibition« (2013/14) mit Arbeiten von Katja Aufleger, Utz Biesemann, Christiane Blattmann, Franz Dittrich, Jenny Feldmann, Antje Fischer, Gina Fischli, FORT, Jens Franke, Stefan Hauberg, Suse Itzel, Yannick Kaftan, Janina Krepart, Marie Lauerbach, Katja Lell, Stefan Mildenberger, Fion Pellacini, Alice Peragine, Philip Pichler, Hannah Rath, Zahava Rodrigo, Ida Roscher, Oliver Schau, Jochen Schmith, Rebekka Seubert, Akin Sipal, Aleen Solari, Susanne Stroh, Yuki Terasaka, Sung Tieu, Villa Design Group, Lilli Wimmer.
Im Katalogumschlag befindet sich eine 5. Ausstellung von Hannah Rath.

ISBN 978-3-00-044874-4
Herausgeber: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH, Bonn
Konzept: Rebekka Seubert, Marius Schwarz, Susanne Stroh
Grafik: Marius Schwarz

Bestellungen
Bitte eine E-Mail mit dem Betreff »Katalog« an: rebekka.seubert@gmail.com

Eine große Wand wurde gelb gestrichen und darauf in großen Lettern geplottet: Territorium. Es hängen diverse Kabel unter der Decke des Raumes.

Julia Scher, Territorium, 2024, Ausstellungsansicht ICAT der HFBK Hamburg; Foto: Tim Albrecht

Finkenwerder Kunstpreis 2024

Die US-amerika­nische Künstlerin Julia Scher erhält den Finkenwerder Kunstpreis 2024. Mit dem Finkenwerder Förderpreis der HFBK Hamburg wird die Absolventin Anna Stüdeli ausgezeichnet.

Natan Sznaider steht am Rednerpult und  hält seine Keynote.

Keynote "Ambiguitätstoleranz auf dem Prüfstand. documenta fifteen und die jüdische Frage" von Natan Sznaider (Professor für Soziologie, The Academic College of Tel Aviv-Yaffo), zum "Symposium: Kontroverse documenta fifteen" an der HFBK Hamburg; Foto: Tim Albrecht

Gespräche mit Natan Sznaider

Der israelische Soziologe Natan Sznaider spricht mit dem Schriftsteller Navid Kermani und der Philosophin Juliane Rebentisch über den Nahostkonflikt, die Arbeit an einer friedlichen Zukunftsperspektive und das Vermächtnis von Hannah Arendt.

Es wird in Schwarz/Weiß die Nachaufnahme eines menschlichen Auges gezeigt. Auf der Pupille ist ein Atomstern zu sehen.

Still aus US Civil Defense Film Atomic Alert (1951), 10 min 34 sec, Courtesy of the Diefenbunker: Canada’s Cold War Museum.

Archives of the Body - The Body in Archiving

Mit einem Symposium, einer Ausstellung, einem Filmprogramm und einer digitalen Publikation untersucht das von Prof. Hanne Loreck und Vanessa Gravenor konzipierte Forschungsprojekt die Ordnungsform "Archiv" im Hinblick auf den menschlichen Körper. Welche Körperarchive und -diskurse haben sich durchgesetzt? Welche Potenziale für politisch-ästhetischen Widerstand und Aktivismus konnten und können entstehen?

Es ist eine abstrakte Malerei in unterschiedlichen Gelb-, Blau und hellen Brauntönen zu sehen. Ein Kreis in Beige lenkt den Fokus leicht auf die linke Bildhälfte.

Sharon Poliakine, Untitled, 2023, Öl auf Leinwand, Detail

Neue Partnerschaft mit der School of Arts der University of Haifa

Anlässlich einer neuen Partnerschaft mit der School of Arts der University of Haifa präsentiert die HFBK Hamburg eine Ausstellung der Künstler*innen Birgit Brandis, Sharon Poliakine und Studierender der HFBK.

Zwischen blauen Frühlingsblumen hindurch ist der Haupteingang der HFBK Hamburg mit seinem Portal zu erkennen.

Der Eingang der HFBK Hamburg im Frühling; Foto: Ronja Lotz

Aktuelle Ausstellungsempfehlungen

Derzeit finden zahlreiche Ausstellungen mit HFBK-Beteiligung statt. Wir stellen eine kleine Auswahl vor und laden zum Ausstellungsbesuch in der vorlesungsfreien Zeit.

Sieben Personen stehen vor einer bunten Wand aus unterschiedlich farbigen Stoffstreifen.

Besucher*innen der Jahresausstellung 2024; Foto: Lukes Engelhardt

Jahresausstellung 2024 an der HFBK Hamburg

Vom 9. - 11. Februar 2024 (jeweils 14 - 20 Uhr) präsentieren die Studierenden der HFBK Hamburg ihre künstlerischen Produktionen des letzten Jahres. Im ICAT ist neben der von Nadine Droste kuratierten Gruppenausstellung »Think & Feel! Speak & Act!« mit Arbeiten von Master-Studierenden auch die Präsentation der Austauschstudierenden des Goldsmiths, University of London, zu sehen.

Begutachtung der eingereichten Mappen durch die Aufnahmekommission

How to apply: Studium an der HFBK Hamburg

Vom 1. Februar bis 5. März 2024, 16 Uhr läuft die Bewerbungsfrist für ein Studium an der HFBK Hamburg. Alle wichtigen Infos dazu gibt es hier.

In der linken Bildhälfte wird ein Übermensch großes Objekt gezeigt. Ein aus Metall bestehender Kubus mit unterschiedlichen Objekten darin. Dahinter kann man vier Leinwände, die ein hochkantiges Format aufweisen, erahnen. An der rechten Wand steht eine Tischvitrine und an der Wand sind zwei großformatige Blätter angebracht.

Ausstellungsansicht des Hiscox Kunstpreises 2023; Foto: Tim Albrecht

(Ex)Changes of / in Art

Zum Jahresende ist an der HFBK Hamburg viel los: Ausstellungen im ICAT, die Open Studios der ASA-Studierenden in der Karolinenstraße, Performances in der Extended Library und Vorträge in der Aula Wartenau.

Extended Libraries

Wissen ist heute von überall und zeitunabhängig abrufbar. Welche Rolle(n) können dann noch Bibliotheken übernehmen? Wie können sie nicht nur als Wissensarchiv dienen, sondern die künstlerische Wissensproduktion unterstützen? Beispielhaft stellen wir Bibliotheksprojekte von Studierenden und Alumni sowie unseren neuen Wissensraum vor: die Extended Library.

Semestereröffnung 2023/24

Wir begrüßen die zahlreichen neuen Studierenden zum akademischen Jahr 2023/24 an der HFBK Hamburg. Ein herzliches Willkommen gilt auch den neuen Professor*innen, die wir Ihnen hier vorstellen möchten.

Auf einer Wand wurden Buchseiten mit Malereien und Zeichnungen in unterschiedlichen Formaten angebracht. Außerdem sind zwei Buchumschläge des Buches "Die Völker der Erde" zusehen.

Detailansicht Rajkamal Kahlon, People of the Earth (Die Völker der Erde), 2017 - 2021

And Still I Rise

Seit über 20 Jahren gilt das Interesse der US-amerikanischen Künstlerin Rajkamal Kahlon den Zusammenhängen von Ästhetik und Macht, die über historische und geografische Grenzen hinweg vornehmlich durch Gewalt organisiert sind. Mit dieser Einzelausstellung stellt die HFBK Hamburg das vielseitige Werk der Professorin für Malerei und Zeichnen erstmals dem Hamburger Kunstpublikum vor.

Eine Person steht an einem Mischpult auf der Bühne der Aula. Hinter ihr laufen bunte nonfigurative Bilder auf einer großen Leinwand. Im Vordergrund der Szene liegen die Besuchenden auf dem Boden, gebettet auf Kissen. Ein helles Licht strahlt aus der linken oberen Ecke in die Kamera.

Festival "Klassentreffen" von Prof. Michaela Melián, Konzert von Nika Son; Foto: Lukes Engelhardt

No Tracking. No Paywall.

Just Premium Content! Der (fehlende) Sommer bietet die ideale Gelegenheit, um Versäumtes nachzuholen. In der Mediathek der HFBK Hamburg lassen uns Lehrende, Studierende und Alumni an Wissen und Diskussionen teilhaben – an emotionalen Momenten und kontroversen Diskursen. Durch Podcasts und Videos bringen sie sich in aktuelle Debatten ein und behandeln wichtige Themen, die gerade im Fokus stehen.

Let's talk about language

An der HFBK Hamburg studieren aktuell ca. 350 internationale Studierende, die 55 unterschiedliche Sprachen sprechen – zumindest sind das die offiziellen Amtssprachen ihrer Herkunftsländer. Ein Viertel der Lehrenden hat einen internationalen Hintergrund. Tendenz steigend. Aber wie gehen wir im Alltag mit der Vielsprachigkeit der Hochschulmitglieder produktiv um? Welche Wege der Verständigung lassen sich finden? Die aktuelle Lerchenfeld-Ausgabe beschäftigt sich mit kreativen Lösungen im Umgang mit Mehrsprachigkeit und lässt zahlreiche ehemalige internationale Studierende zu Wort kommen.

In der Eingangshalle der HFBK steht eine Holzbude mit dem hinterleuchteten Schriftzug "Würstelinsel". Davor stehen ein paar Leute.

Hanna Naske, Würstelinsel, 2023, Installation in der Eingangshalle der HFBK Hamburg; Foto: Miriam Schmidt / HFBK

Graduate Show 2023: Unfinished Business

Vom 13. bis 16. Juli 2023 präsentieren 165 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2022/23 ihre Abschlussarbeiten aus allen Studienschwerpunkten. Unter dem Titel Final Cut laufen zudem alle Abschlussfilme auf großer Leinwand in der Aula der HFBK Hamburg.

Ein verkleideter Mann mit Sonnenbrille hält ein Schild in Sternform in die Kamera. Darauf steht "Suckle". Das Bild ist in Schwarz-Weiß aufgenommen.

Foto: Honey-Suckle Company

Let`s work together

Kollektive haben Konjunktur im Kunstbetrieb. Und das schon seit mehreren Jahrzehnten. Zum Start des Sommersemesters 2023 widmet sich die aktuelle Ausgabe des Lerchenfeld-Magazins dem Thema der kollektiven Praxis, stellt ausgewählte Kollektive vor und geht aber auch den Gefahren und Problemen kollektiven Arbeitens nach.

Jahresausstellung 2023, Arbeit von Toni Mosebach / Nora Strömer; Foto: Lukes Engelhardt

Jahresausstellung 2023 an der HFBK Hamburg

Vom 10.-12. Februar präsentieren Studierende aus allen Schwerpunkten ihre künstlerischen Arbeiten im Gebäude am Lerchenfeld, in der Wartenau 15 und im AtelierHaus. Im dort ansässigen ICAT kuratiert Tobias Peper, Künstlerischer Leiter des Kunstvereins Harburger Bahnhof, eine Ausstellung mit HFBK-Masterstudierenden. Zudem stellen dort 10 Austauschstudierende des Goldsmiths, University of London ihre Arbeiten aus.

Symposium: Kontroverse documenta fifteen

Mit dem Symposium zur documenta fifteen am 1. und 2. Februar 2023 möchte die HFBK Hamburg Hintergründe und Zusammenhänge analysieren, unterschiedliche Standpunkte ins Gespräch bringen und eine Debatte ermöglichen, die explizit den Antisemitismus im Kunstfeld thematisiert. Die Veranstaltung bietet Raum für divergente Positionen und will Perspektiven für die Gegenwart und Zukunft des Ausstellungmachens eröffnen.

ASA Open Studios im Wintersemester 2021/22; Foto: Marie-Theres Böhmker

ASA Open Studios im Wintersemester 2021/22; Foto: Marie-Theres Böhmker

Das Beste kommt zum Schluss

Zum Jahresende finden nochmals zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen mit HFBK-Kontext statt. Einige davon tragen wir hier zusammen. Auch einen kurzen Ausblick auf zwei Vorträge im Rahmen des Professionalisierungsprogramms im Januar finden sich in darunter.

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Festival und Symposium: Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image

Als abschließender Teil des künstlerischen Forschungsprojekts laden das Festival und Symposium vom 24.-27. November 2022 zu Vorführungen, Performances, Vorträgen und Diskussionen ein, die das Potenzial der bewegten Bilder und des (menschlichen und nicht-menschlichen) Körpers erforschen, unseren gewohnten Kurs umzukehren und die herrschende Ordnung der Dinge zu verändern.

Blick in die vollbesetzte Aula zum Semesterstart; Foto: Lukas Engelhardt

Blick in die vollbesetzte Aula zum Semesterstart; Foto: Lukas Engelhardt

Herzlich willkommen - und los geht's!

Wir freuen uns, zum Wintersemester 2022/23 viele neue Gesichter an der HFBK Hamburg begrüßen zu können. Einige Informationen und Hintergründe zu unseren neuen Professor*innen und Gastprofessor*innen stellen wir hier zusammen.

Einzelausstellung von Konstantin Grcic

Vom 29. September bis 23. Oktober 2022 zeigt Konstantin Grcic (Professor für Industriedesign) im ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer der HFBK Hamburg eine raumgreifende Installation aus von ihm gestalteten Objekten und bereits existierenden, neu zusammengestellten Gegenständen. Parallel wird der von ihm konzipierte Raum für Workshops, Seminare und Büro-Arbeitsplätze im AtelierHaus in Betrieb genommen.

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Kunst und Krieg

„Jeder Künstler ist ein Mensch“. Diese so zutreffende wie existenzialistische Feststellung von Martin Kippenberger (in ironischer Umformulierung des bekannten Beuys Zitats) bringt es in vielerlei Hinsicht auf den Punkt. Zum einen erinnert sie uns daran, nicht wegzusehen, (künstlerisch) aktiv zu handeln und unsere Stimmen zu erheben. Gleichzeitig ist sie eine Ermahnung, denen zu helfen, die in Not sind. Und das sind im Moment sehr viele Menschen, unter ihnen zahlreiche Künstler*innen. Deshalb ist es für Kunstinstitutionen wichtig, nicht nur über Kunst, sondern auch über Politik zu diskutieren.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; Foto: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

Vom 8. bis 10. Juli 2022 präsentieren mehr als 160 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2021/22 ihre Abschlussarbeiten aus allen Studienschwerpunkten. Unter dem Titel Final Cut laufen zudem alle Abschlussfilme auf großer Leinwand in der Aula der HFBK Hamburg. Parallel ist in der Galerie der HFBK im Atelierhaus die Ausstellung der sudanesischen Gastlektorin Amna Elhassan zu sehen.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Der Juni lockt mit Kunst und Theorie

So viel Programm war schon lange nicht mehr: Ein dreitägiger Kongress zur Visualität des Internets bringt internationale Webdesigner*innen zusammen; das Forscher*innenkollektiv freethought diskutiert über die Rolle von Infrastrukturen und das Symposium zum Abschied der Professorin Michaela Ott greift zentrale Fragen ihrer Forschungstätigkeit auf.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Kunstpreis 2022

Der 1999 vom Kulturkreis Finkenwerder e.V. initiierte Finkenwerder Kunstpreis hat eine Neuausrichtung erfahren: Als neuer Partner erweitert die HFBK Hamburg den Preis um den Aspekt der künstlerischen Nachwuchsförderung und richtet ab 2022 die Ausstellung der Prämierten in der HFBK Galerie aus. Mit dem diesjährigen Finkenwerder Kunstpreis wird die US-amerikanische Künstlein Renée Green ausgezeichnet. Die HFBK-Absolventin Frieda Toranzo Jaeger erhält den Finkenwerder Förderpreis der HFBK Hamburg.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld, im Hintergrund der Bau von Fritz Schumacher; Foto: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

Nach mehr als 40 Jahren intensiven Bemühens wird für die HFBK Hamburg ein lang gehegter Traum Wirklichkeit. Mit dem neu eröffneten Ateliergebäude erhalten die Studienschwerpunkte Malerei/Zeichnen, Bildhauerei und Zeitbezogene Medien endlich die dringend benötigten Atelierräume für Master-Studierende. Es braucht einfach Raum für eigene Ideen, zum Denken, für Kunstproduktion, Ausstellungen und als Depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg

Nach der digitalen Ausgabe im letzten Jahr, findet die Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg wieder mit Publikum statt. Vom 11.-13. Februar präsentieren die Studierenden aus allen Studienschwerpunkten ihre künstlerischen Arbeiten im Gebäude am Lerchenfeld, in der Wartenau 15 und im neu eröffneten Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Wer spricht? Wer malt welches Motiv? Wer wird gezeigt, wer nicht? Identitätspolitische Fragen spielen in der Kunst und damit auch an der HFBK Hamburg eine wichtige Rolle. Das hochschuleigene Lerchenfeld-Magazin beleuchtet in der aktuellen Ausgabe Hochschulstrukturen sowie Studierendeninitiativen, die sich mit Diversität und Identität befassen.

Foto: Klaus Frahm

Foto: Klaus Frahm

Summer Break

Die HFBK Hamburg befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, viele Studierende und Lehrende sind im Sommerurlaub, Kunstinstitutionen haben Sommerpause. Eine gute Gelegenheit zum vielfältigen Nach-Lesen und -Sehen:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?