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Kunstvermittlungsplattform "hhintersection"

Die Kunstvermittlungsplattform hhintersection (www.hhintersection.net/) will einen neuen, nomadischen Ort für Performances, Vortragsveranstaltungen und Ausstellungen schaffen, an dem sich internationale Künstler*innen und Studierende in Hamburg mit ansässigen Initiativen und Institutionen verschränken. Mit hhintersection ist an der HFBK Hamburg eine Plattform entstanden, die die Möglichkeiten des Experimentierens und der Diversität an einer Kunsthochschule über die Institution hinaus erweitert. Seinen physischen Ort hat das durch Sondermittel der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) finanzierte Projekt der Master-Studierenden Shira Lewis, Marvin Moises Almaraz Dosal, Emma Wilson und Yulia Wagner im baumbestandenen Außenbereich des Nebengebäudes Finkenau 42, der in einen sprießenden Garten verwandelt wurde, in dem Ausstellungen, Performances und Lesungen unter freiem Himmel stattfinden.

Seine digitale Entsprechung fand er in der im September 2019 gelaunchten Website. Über drei Semester entwickelte sich hhintersection zu einem utopischen und zugleich ganz konkreten Ort der transdisziplinären Aktivität, der die internationale Vernetzung der Hochschule vertieft und erweitert. Regelmäßig treffen sich bei den Veranstaltungen Studierende aus verschiedenen Austauschprogrammen und Studienschwerpunkten. Im Wintersemester 2019/20 gastierte hhintersection mit der Ausstellungserie Five in Fives im Rahmen der Ausstellung Hi Ventilation im Kunstverein Harburger Bahnhof. Im Sommersemester 2020 sollten Workshops mit Expert*innen einen neuen Schwerpunkt des Programms bilden. Doch gleich der erste mit der Berliner Bildhauerin Millie Schwier am 14. März 2020 musste coronabedingt auf unbestimmte Zeit verschoben werden und alle folgenden Veranstaltungen in den virtuellen Raum umziehen. Im April wurde der erste Geburtstag mit der Poetry Night The Dip of Salt Into Water online gefeiert. In einem Online-Seminar mit der Multi Species Research Group (London) wurde Ende Mai 2020 das Thema des Gestaltwandels in Science Fiction, Mythologie und persönlichen Biografien als Überlebensstrategie bearbeitet. Mit der Kuratorin, Autorin, Bloggerin und Publizistin An Paenhuysen wurde unter dem Titel The Art of Thinking anhand von Übungen das Denken erkundet, ein Workshop, der gerade als Online-Format hervorragend funktionierte.

Die von Yulia Wagner aus der Klasse Digitale Grafik bei Professor Christoph Knoth und Professor Konrad Renner konzipierte Website ist ein Projekt der Hamburg Open Online University (HOUU) und als digitale Fortführung von hhintersection angelegt. Optisch lehnt sich die Gestaltung an Gärten und Garten-Pläne an: So werden die Kacheln zu den unterschiedlichen Themen beim Anklicken scheinbar dreidimensional und erinnern an Gehwegplatten. Die sieben verschiedenen Schriftarten von jungen, überwiegend weiblichen Gestalter*innen, die die Website verwendet, entziehen sich zum Teil einer rationalen, schnellen Lesbarkeit zugunsten eines ornamentalen Gesamtbilds, das Assoziationen an ein Blühen oder ein Ranken aufruft. Auf formaler Ebene muss die Website funktionalen Aspekten wie dem Veröffentlichen und Archivieren von Terminen und einem wachsenden Repertoire unterschiedlicher Textformate gerecht werden. Beispielsweise durch eine Beitragsserie von Saskia Senge und Gesa Troch, die die Care-Mail-Aktion kontextualisiert und flankiert, die sie zu Beginn der Corona-Krise über hhintersection initiiert haben. Der Aufruf zum Austausch von Care-Mails mit bisher unbekannten Personen fand durch die große Reichweite der Plattform internationale Resonanz. Ein Teil der Ergebnisse wurde auf dem weiter parallel existierenden Instagram-Account von hhintersection veröffentlicht. Auf der Website sollen künftig die Workshops und andere Veranstaltungen dokumentiert und durch zusätzliches Material ergänzt werden. Dort können sie dann großzügig geliked werden. Denn eine Besonderheit der Website gegenüber anderen Plattformen ist, dass das »Like«-Herz nicht nur ein einziges Mal, sondern unendlich oft angeklickt werden kann. Ein schönes Bild für das Wachsen und Gedeihen.

Projekt von Shira Lewis, Marvin Moises Almaraz Dosal, Yulia Wagner

Hier geht's zum Online-Angebot.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V.

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Wer spricht? Wer malt welches Motiv? Wer wird gezeigt, wer nicht? Identitätspolitische Fragen spielen in der Kunst und damit auch an der HFBK Hamburg eine wichtige Rolle. Das hochschuleigene Lerchenfeld-Magazin beleuchtet in der aktuellen Ausgabe Hochschulstrukturen sowie Studierendeninitiativen, die sich mit Diversität und Identität befassen.

Grafik: Tim Ballaschke

Semesterstart

Nach drei Semestern Hybrid-Lehre unter Pandemiebedingungen steht nun endlich wieder ein Präsenz-Semester bevor. Wir begrüßen alle neuen Studierenden und Lehrenden an der HFBK Hamburg und laden herzlich zur Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 ein, die in diesem Jahr von einem Gastvortrag von ruangrupa begleitet wird.

Grafik: Sam Kim, Bild im Hintergrund: Sofia Mascate, Foto: Marie-Theres Böhmker

Graduate Show 2021: All Good Things Come to an End

Vom 24. bis 26. September präsentierten die mehr als 150 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2020/21 ihre Abschlussarbeiten im Rahmen der Graduate Show in der HFBK Hamburg. Wir bedanken uns bei allen Besucher*innen und Beteiligten.

Foto: Klaus Frahm

Summer Break

Die HFBK Hamburg befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, viele Studierende und Lehrende sind im Sommerurlaub, Kunstinstitutionen haben Sommerpause. Eine gute Gelegenheit zum vielfältigen Nach-Lesen und -Sehen:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?