de en

2018/10/10: HISCOX Kunstpreis 2018 an der HFBK Hamburg vergeben

HISCOX Kunstpreis 2018 an der HFBK Hamburg vergeben

Verleihung: 10. Oktober 2018, 18 Uhr im Rahmen der Semestereröffnung
Ausstellung: 11. bis 13. Oktober 2018, 14 bis 18 Uhr
Ort: HFBK Hamburg, Lerchenfeld 2, Aulavorhalle (EG) und Galerieräume (2. OG)
www.hfbk-hamburg.de/hiscox-kunstpreis-2018

Heute Abend um 18 Uhr wird der Hiscox Kunstpreis 2018 im Rahmen des festlichen Semesterauftakts an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) verliehen. Zwölf Nachwuchskünstler*innen aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei sowie Zeitbezogene Medien präsentieren hierfür ihre Arbeiten in einer Ausstellung.

Der namhaften Jury gehörten in diesem Jahr Nikola Dietrich (Direktorin Kölnischer Kunstverein), Matthias Mühling (Direktor Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München) und Kito Nedo (freier Journalist, Berlin) an. Sie hatten bereits am Vortag während eines Rundgangs alle künstlerischen Arbeiten begutachtet und sich anschließend in einer angeregten Diskussion auf die Preisträgerin geeinigt. Die Bachelor-Studentin Stella Sieber (Prof. Jutta Koether und Prof. Andreas Slominski) kann sich über die mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung freuen.

Die prämierte Installation 1 Tact Melody von Stella Sieber umfasst eine Performance sowie eine Serie aus Malereien und Bildcollagen. Sie verbindet in ihrer Arbeit Elemente der Malerei, Bildhauerei und der Zeitbezogenen Medien miteinander. Ein Rahmen umfasst jeweils Leinwandbild und Bildschirm, wobei verschieden große Monitore in bemalte Holztafeln eingefasst sind, die als Bild im gemalten Bild und als Nebeneinander auftreten. Die Videoaufnahmen entstanden in der türkischen Euphrat-Region und zeigen Personen vor unterschiedlichen Landschaften, die mit zwei Kameras gleichzeitig im Close-Up und aus der Ferne gefilmt wurden. Stella Siebers Bildobjekte rufen klassische Malereimotive wie Landschaften oder Atelierszenen auf, führen jedoch mehrere Zeitebenen und verschiedene Beobachtungsperspektiven ein. Auf diese Weise überführt sie klassische Genres in eine zeitgenössische Form.

Jurybegründung: „Wir freuen uns, aus der Fülle der hervorragenden Positionen im Wettbewerb mit Stella Sieber eine Künstlerin auszuzeichnen, deren Werk auf bestechende Art aus den Teilen Performance, Malerei und Bewegtbild eine schlüssige Einheit bildet. Die Performance beschreibt eindringlich die Produktionsbedingungen des gegenwärtigen Kunstbetriebs als doppelte Herausforderung: ‚social interaction – material interaction‘. Damit markiert Stella Sieber die Anstrengungen und die Unsicherheit sowohl der sozialen Interaktion als auch die Arbeit am Material. Mit emotionaler Abgründigkeit und Situationskomik gelingt ihr eine kritische Reflektion der Verhältnisse.“

Die Performance von Stella Sieber ist am Eröffnungsabend um 20.15 Uhr einmalig zu sehen. Noch bis zum 13. Oktober 2018 ist die Ausstellung der für den Hiscox Kunstpreis nominierten Künstler*innen für die Öffentlichkeit in der Eingangshalle und den Galerieräumen im 2. OG. der HFBK kostenfrei zugänglich. Mit dabei sind neue Werke von Pascal Brinkmann, Nina Feuerstein, Sarah Hablützel, Clara Langenbach, Wonek Lee, Lena Mai Merle, Jáno Möckel, Tanja Nis-Hansen, Kevin Westphal und Patrick Will/Caspar Wülfing sowie der Preisträgerin Stella Sieber.

Kunst nimmt innerhalb der Hiscox Gruppe traditionell eine wichtige Stellung ein und so fördert der Spezialversicherer seit Jahrzehnten international junge Künstler*innen. Seit 2008 kann auch Hiscox Deutschland auf einen eigenen Förderpreis blicken, der in Kooperation mit der Hochschule für bildende Künste Hamburg bereits zum 11. Mal vergeben wird. Der Hiscox Kunstpreis für junge Nachwuchskünstler*innen ist mit 7.500 € dotiert. Neben der finanziellen Förderung in Form eines Preisgeldes wird den Nominierten zusätzlich ermöglicht, ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren und in einem durch die Grafikklasse der HFBK gestalteten Katalog zu zeigen. Durch dieses leidenschaftliche Engagement leistet Hiscox einen wichtigen Beitrag für eine unabhängige Entwicklung herausragender Studierender zu Beginn ihrer künstlerischen Karriere.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V.

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Wer spricht? Wer malt welches Motiv? Wer wird gezeigt, wer nicht? Identitätspolitische Fragen spielen in der Kunst und damit auch an der HFBK Hamburg eine wichtige Rolle. Das hochschuleigene Lerchenfeld-Magazin beleuchtet in der aktuellen Ausgabe Hochschulstrukturen sowie Studierendeninitiativen, die sich mit Diversität und Identität befassen.

Grafik: Tim Ballaschke

Semesterstart

Nach drei Semestern Hybrid-Lehre unter Pandemiebedingungen steht nun endlich wieder ein Präsenz-Semester bevor. Wir begrüßen alle neuen Studierenden und Lehrenden an der HFBK Hamburg und laden herzlich zur Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 ein, die in diesem Jahr von einem Gastvortrag von ruangrupa begleitet wird.

Grafik: Sam Kim, Bild im Hintergrund: Sofia Mascate, Foto: Marie-Theres Böhmker

Graduate Show 2021: All Good Things Come to an End

Vom 24. bis 26. September präsentierten die mehr als 150 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2020/21 ihre Abschlussarbeiten im Rahmen der Graduate Show in der HFBK Hamburg. Wir bedanken uns bei allen Besucher*innen und Beteiligten.

Foto: Klaus Frahm

Summer Break

Die HFBK Hamburg befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, viele Studierende und Lehrende sind im Sommerurlaub, Kunstinstitutionen haben Sommerpause. Eine gute Gelegenheit zum vielfältigen Nach-Lesen und -Sehen:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?