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Promotionsvorhaben Arne Bunk

Arbeitstitel:

Filmische Ortsbegehungen und Raumerkundungen:
Die Fotofilme von Hubert Fichte und Leonore Mau
Deutsche Heimat Afrika (Filmprojekt)

Betreuung: Prof. Dr. Hanne Loreck, Prof. Jeanne Faust

Der Schriftsteller Hubert Fichte und die Fotografin Leonore Mau haben in den 1960er und 1970er Jahren vier kurze Filme erstellt. Die Orte klar umrissen: der Hamburger Hafen, der portugiesische Fischmarkt von Sesimbra, die Spanische Treppe in Rom und Agadir nach dem Erdbeben von 1960. Sicht- und Sagbares werden hier zu einem mehrschichtigen, porösen Raum zwischen sinnlicher Erfahrung und politischer Bedeutung montiert.

Neben der schriftlichen Arbeit umfasst die Dissertation einen filmischen Teil: Eine Spurensuche und Erkundung des postkolonialen Raums in Namibia anhand von Gebäuden, die deutsche Siedler zwischen 1884 und 1915 gebaut haben. Dabei geht es auch um eine Auseinandersetzung mit autobiografischen Texten deutscher Siedlerinnen. Liest man die Erfahrungsberichte und Selbstzeugnisse, wird schnell eine spezifische Komplizenschaft in der kolonialen Praxis deutlich. Die Ruinen berichten von der Herausbildung einer deutschen Nationalität, der nicht nur eine Trennung nach »Rassen«, sondern auch eine Aufteilung der Geschlechter eingeschrieben ist.

Vita:

Arne Bunk (*1971) ist bildender Künstler und Filmemacher. Er promoviert seit 2010 mit einem filmischen (ästhetischen) und einem schriftlichen (wissenschaftlichen) Teil. Er ist Promotionsstipendiat der Hans-Böckler Stiftung. Vor seinem Studium an der HFBK Hamburg studierte er Erziehungswissenschaften an der Universität Hamburg. Er verbrachte Studienaufenthalte in Wien (Akademie der Künste) und Paris (Université Paris 8). Seine Filme sind auf internationalen Filmfestivals zu sehen.

Kontakt: arnebunk@gmx.de

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Jahresausstellung 2020 an der HFBK Hamburg

Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?