de en

Dr. phil. in art. Nele Lipp

Tanz + Bildende Kunst. Aspekte der Wechselbeziehung

Betreuung: Prof. Dr. Michael Diers, Prof. Dr. Gabriele Brandstetter, Prof. Raimund Bauer
Disputation am 3. Juli 2013

Teil 1
Das Thema Tanz und Bildende Kunst im Feld seiner wechselseitigen Beziehungen erfreut sich, nicht zuletzt befördert durch postmodern-interdisziplinäres Denken eines steigenden Interesses in der Fachwelt, während die breite Öffentlichkeit sich diesbezüglich noch immer eher zurückhält. In fünf Essays wurden diese Zusammenhänge im Detail und mit Hilfe des hier eingeführten Begriffs des ZusammenDenkens analysiert und in einen historischen Kontext gestellt.

- Innerhalb eines von zwei zeitgenössischen Arbeiten (Tacita Dean und Denis Darzacq) gesetzten Rahmens wird die Entwicklung der künstlerischen Gattungen seit der Antike und ihrer teils heftig umkämpften Abgrenzungen und Bewertungen diskutiert.

- An den Tanzreformen von Jean-Georges Noverre und Carlo Blasis wird das ZusammenDenken schon des klassischen Tanzes und seiner Normen mit der Bildenden Kunst aufgezeigt.

- Am Ausnahmebeispiel, das Emma Hart und Lord William Hamilton im tableau-vivant gemeinsam entwickelten, werden Vorformen der Performance-Art untersucht.

- An der Analyse der frühen Biografien von Serge Diaghilev und seinem ersten Chefchoreografen Mikhail Fokine werden die Grundlagen der Ästhetik der ballets russes freigelegt, die seit deren Pariser Aufführungen das ZusammenDenken von Tanz und Bildender Kunst aus der ästhetischen Praxis und Diskussion nicht mehr wegzudenken sind.

- Die Untersuchung zeigt daneben, dass das Umformen und neu Verbinden von Einzelgattungen sich fast immer gemeinsam mit gesellschaftlich-politischen Umbrüchen zeigt.

Teil I ist unter dem Titel Tanz + Bildende Kunst. Aspekte der Wechselbeziehung als Band 11 in der Reihe „Kunst und Kulturwissenschaft in der Gegenwart“ bei ATHENEA erschienen. ISBN 978-3-89896-584-2

Teil 2
Tanz + Malerei. Ein Lexikon

580 bebilderte Einträge, die in alphabetischer Reihenfolge sowohl Tänzer, Choreografen und Maler als auch entsprechende Fachbegriffe ausführlich erörtern.
Ein Exemplar befindet sich in der Bibliothek der HFBK.
Das Lexikon ist im Intranet der Hochschule publiziert.

Teil 3
Tanz der 1920er Jahre in Hamburg
Ausstellung mit Performance in der Aula der HFBK im Juni 2010.

Zum Teil 3 erschienen die Publikationen:
Nele Lipp / Uwe Naumann (Hg.): Klaus Mann: Die zerbrochenen Spiegel. Eine Tanzpantomime. ISBN 978-3-936609-47-9
Nele Lipp: Im zerbrochenen Spiegel, in: Lauritz L. Lipp: [interactive environments IV], Berlin 2011. ISBN 978-3-9813108-4-9.

Zur Person:

Nele Lipp, 1948 geboren in Hamburg

  • 1968-1974 Studium Schauspiel an der Schule von Hildburg Freese, Kunstpädagogik und Freie Kunst an der HbK in Hamburg bei Bazon Brock, Franz Erhard Walter, Gerhard Rühm
  • 1976 Geburt des Sohnes Lauritz Lucian
  • Vier Jahre Arbeit als Kunstpädagogin in Hamburg, sieben Jahre Leitung einer privaten Kunstschule in Hanstedt in der Nordheide
  • 1986-1990 Workshopreihe Ertanzte Bilder in der Hamburger Kunsthalle
  • 1992-2000 Dozentin für Tanzgeschichte an der Lola Rogge Schule
  • 1999/2000 Kuratierung der Ausstellung: condensed spaces auf kampnagel Hamburg.
  • ab 1993 freie journalistische Tätigkeit und Arbeit an einer Datensammlung zum Bereich Tanz und Bildender Kunst
  • 1995-2000 Leitung der KOÏNZI-DANCE Transformance-Company
  • 1997 Gründung von KOÏNZI-DANCE interdisziplinäre Kunst Hamburg e. V.
  • 2000-2008 Organisation der Symposionsreihe *BAU *KÖRPER *BEWEGUNG am Architektur Centrum Hamburg
  • 2001-2005 erste Vorsitzende der Gesellschaft für Tanzforschung e. V.
  • 2002-2007 Organisation des Festivals AUFTAUCHEN, sowie einer Tanz-Film-Reihe in Kooperation mit den Ballettfreunden Hamburg e.V.
  • 2008-2010 Bearbeitung des Themenbereiches Tanz im Rahmen des Forschungs- und Vermittlungsprojektes zur Kultur der 1920er Jahre in Hamburg, unter dem Dach des interdisziplinären Forschungsverbundes zur Kulturgeschichte Hamburgs
  • 2013 Kuratierung der Ausstellung Treffpunkt Tante Clara Hamburgs Sphinx; Promotion: Tanz + Bildende Kunst. Aspekte der Wechselbeziehung.
  • 2014 Erfindung des Formats "KOÏNZI-Box" und Herausgabe von Sometimes madness is wisdom in dieser Reihe.

Kontakt: info@koinzi.de

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Künstlerin: Iris Hamers "Two pink paintings facing each other"; Foto: Tim Albrecht

Kunst trotz(t) Corona: Graduate Show 2020

Mit einer zweimonatigen Verspätung fand die Graduate Show – ehemals Absolventenausstellung – in diesem Jahr am 19. und 20. September statt. Mehr als 140 Studierende zeigten ihre künstlerischen Abschlussarbeiten.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?