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Dr. phil. in art. Hua Tang

Betreuung: Prof. Dr. Michael Diers, Prof. Werner Büttner

Disputation am 6. Februar 2019

Interface. Chinesische Gegenwartskunst und der europäische Dialog

Ich möchte eine Auswahl von Künstlern, Kuratoren und Kunsttheoretikern der gegenwärtigen chinesischen Kunstszene anhand ihrer Werke und Schriften sowie über Interviews, die ich mit ihnen führen möchte, vorstellen. Dabei interessiert mich vor allem die Bezugnahme der jeweiligen Arbeiten und Untersuchungen auf die Geschichte des chinesisch-europäischen Kunstdialoges vor dem Hintergrund der unterschiedlichen politischen und kulturellen Differenzen. Die formalen und thematischen Schwerpunkte der in Rede stehenden einzelnen Arbeiten reflektieren direkt oder indirekt die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in China sowie den Dialog des Landes mit der westlichen Kunstszene auf je verschiedene Weise.

Einige dieser Künstler und Theoretiker kenne ich bereits persönlich, zu anderen werde ich im Laufe der Untersuchung Kontakt aufnehmen. Aufgrund meiner chinesischen Kindheit, Jugend und Schulausbildung und meinem Kunststudium in Deutschland ist es mir möglich, die Schnittstellen zu benennen und zu diskutieren, an denen die Konflikte und Potentiale der zwischen Tradition und Gegenwart schwankenden jüngeren und jüngsten Kunstproduktion, die zwischen Affirmation und Provokation angesiedelt ist, sichtbar werden. Die Funktion und Art und Weise der Auseinandersetzung mit den Kunstströmungen in Europa (und den USA) zu ergründen, ist eines der wichtigen Ziele der Untersuchung.

Meine eigene künstlerische Arbeit, die in vieler Hinsicht eine europäisch-chinesische Antwort auf die Frage nach der künstlerischen (Hybrid-)Identität darstellt, begleitet als autobiographische Folie die Auseinandersetzung und lässt den wechselseitigen Einfluss erkennen; wie aber ist es um die chinesisch-europäische Variante des Austauschs bestellt?

Zur Person:

  • seit 2012 Promotionstudium, Hochschule für bildende Künste Hamburg
  • seit 2009 Dozent für Zeichnung und Malerei, Art College of the University of Science and Technology in Tianjin, China
  • 2009 Diplom Freie Kunst bei Prof. Werner Buettner und Prof. Dr. Michael Diers, Hochschule für bildende Künste Hamburg
  • 2005 - 2006 Stipendium im Erasmus-Austauschprogramm bei Prof. Yves Belorgy, Ecole des Beaux Arts de Lyon, Frankreich

Kontakt:
E-Mail tanghua928@msn.com

Kunst trotz(t) Corona: Graduate Show 2020

Mit einer zweimonatigen Verspätung findet die Graduate Show – ehemals Absolventenausstellung – in diesem Jahr am 19. und 20. September statt. Mehr als 140 Studierende zeigen ihre künstlerischen Abschlussarbeiten. Von 10 - 20 Uhr sind Besucher*innen herzlich eingeladen, sich in der HFBK die zahlreichen Arbeiten anzusehen. Für Ihre Gesundheit an diesem Wochenende sorgt ein extra entwickeltes Corona-Konzept. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

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Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?

Jahresausstellung 2020 an der HFBK Hamburg

Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.