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Promotionsvorhaben Leena van der Made

Arbeitstitel:

Die Frage der Abstraktion im digitalen Zeitalter

Betreuung: Prof. Dr. Michaela Ott, Prof. Dr. Hanne Loreck, Prof. Toon Verhoef

Diese Forschungs-Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen, Möglichkeiten und Relevanz der Malerei heute, in einer Welt von immer gegenwärtigen Medien und digitaler Photographie. Abstraktion wird mit dem rein Emotionalen, und mit dem Verlust aller klassischen Kriterien, die zuvor auf die Kunst angewandt werden konnten, in Verbindung gebracht. Abstrakte Kunst verlangt Kritik und Vermittlung, um verstanden zu werden, folglich hängt sie von der Kunstkritik ab, was zugleich die Gefahr in sich birgt, dass sie von Kritikern beherrscht wird. So wird an der abstrakten Malerei gerne ihre Beliebigkeit kritisiert, ihre innere Leichtigkeit, die gefahrlos politisch instrumentalisiert werden kann, ihre dekorative Wirkung und Oberflächlichkeit, die die Konformität eines unpolitischen Marktes bediene. Sie scheint ohne irgendeinen Standpunkt zu sein, ohne kritischen Ansatz und für jede Interpretation zu haben.

Die ‚Zeitlosigkeit’ als ein Mythos der abstrakten Malerei wird infrage gestellt und dagegen wird Zeitgebundenheit und Geschichtlichkeit propagiert. Abstrakte Malerei steht in der Gefahr, ideologisch missbraucht zu werden. Sie suggeriere emotionale und geistige (atmosphärische) Qualitäten, die Atmosphäre Utopias (mit der Malerei als Metapher), und stelle daher eine Flucht aus der Wirklichkeit ins Paradies dar, anstatt sich der Wirklichkeit in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit zu stellen.

Das digitale Zeitalter mit seinem kulturellen und politischen Einfluß auf die Malerei wird untersucht. Was aber könnten Sinn oder Bedeutung der abstrakten Malerei heute sein? Bois hält fest: „Das Verlangen zu malen bleibt, und dieses Verlangen ist durch den Markt nicht vollständig planbar oder gar subsumierbar: Dieses Verlangen ist der einzige Faktor, der für die zukünftige Möglichkeit der Malerei eine Rolle spielt…“ Schließlich beleuchtet die Forschung den Einfluss von Kuratoren und Ausstellungsorten auf die Bedeutung von Kunstwerken.

Zur Person

Van der Made studierte bildende Kunst an der Akademie der Bildenden Künste München, (Meisterschülerin und Assistentin von Prof. Zeniuk) und an der Michaelis School of Fine Art, Art Academy of Cincinnati, U.S.A., und Kunstgeschichte an der Universität Südafrika. Anschließend als freie Künstlerin tätig.

www.vandermade.de

Kontakt:
E-Mail art@vandermade.de

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Aktuelle Beiträge auf rhizome.hfbk.net

rhizome.hfbk.net ist das soziale Netzwerk der HFBK. Es eröffnet ein digitales Forum für Austausch und Diskussion, in dem Studierende, Lehrende, Gastautor*innen, Kunstkritiker*innen und die interessierte Öffentlichkeit für ein breites Spektrum an Inhalten und Sichtweisen sorgen. Hier finden sich Ausstellungsbesprechungen, eine regelmäßige Kunstpresseschau, literarische Texte sowie Berichte von Vorträgen und Symposien.

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Jahresausstellung 2020 an der HFBK Hamburg

Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?