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Grafik / Typografie / Fotografie

Ziel des Studienschwerpunkts ist es, eine originäre Bildsprache in einer künstlerisch produktiven Auseinandersetzung mit aktuellen und historischen Formen der Fotografie, Typografie und Grafik sowie ihrer Diskurse zu entwickeln. Eine experimentelle Offenheit – auch für die vielfältigen Bezugsfelder zwischen Schrift – Bild – Bewegtbild – Objekt im Raum – ist dabei für den Studienschwerpunkt kennzeichnend. Dabei wird das Lernen und Forschen der Studierenden durch das eigene künstlerische Vorhaben strukturiert und der individuelle künstlerische Ansatz im Wechselspiel zwischen praktischem und konzeptuellem Arbeiten entwickelt und in Bezug zu aktuellen künstlerischen Positionen und theoretischen Diskursen gesetzt. Das beinhaltet die Fähigkeit, die eigene künstlerische Position zu reflektieren und zu verorten, sie im kulturellen Kontext zu begreifen und dadurch diesen Kontext mit zu verändern.

Grafik / Typografie / Fotografie im Bachelor-Studium

Grafik

Da ein Zusammenhang zwischen Gesellschaft und Design nur dann möglich ist, wenn Design den Geist der Gesellschaft und die Gesellschaft den Geist von Design reflektiert, steht in der Klasse Grafik die bildnerische Auseinandersetzung mit Öffentlichkeit, Individualität, Bild/Sprache, Fremdheit und Autorschaft zentral. Ausgehend von eigenen künstlerischen Vorhaben sowie verschiedenen Auftragssituationen, soll das Verhältnis dieser Größen individuell ausgelotet werden, um eine eigene gestalterische Position im Spannungsfeld der gesellschaftlichen Kontexte zu formulieren. Die jeweiligen Vorhaben werden individuell und durch kompakte Workshops begleitet, wodurch dem Studierenden die Möglichkeit gegeben wird, die technischen, allgemeinen, ästhetischen und theoretischen Voraussetzungen für seine zukünftigen Tätigkeiten zu erlernen. In diesem Zusammenhang wird das Einbeziehen der angrenzenden künstlerischen und wissenschaftlichen Disziplinen der HFBK jedem Studierenden nahe gelegt. Neben der Realisierung künstlerischer Arbeiten geht es darüber hinaus auch um deren Präsentation und Vermittlung im Kontext der diversen institutionell und gesellschaftlich gebotenen Felder des Kunstbetriebs. So bietet neben der Jahresausstellung auch die hochschuleigene Galerie die Möglichkeit, Fragen der Bild/Kunstpräsentation und -rezeption zu erproben und zu diskutieren. Auch der Materialverlag kann in diesem Kontext als Podium genutzt werden. Die begleitende wissenschaftliche Ausbildung in Kunst- und Designgeschichte, Kunsttheorie, Ästhetik und Gender vertieft die künstlerischen Fragestellungen und Erfahrungen und stellt historisches und theoretisches Wissen sowie methodische Kenntnisse bereit, die dazu beitragen, das künstlerische Selbst- und Geschichtsverständnis zu vertiefen.

Typografie

Ausgehend von den künstlerischen Vorhaben der Studierenden wird eine Bandbreite typografischer Gestaltungsansätze diskutiert, und es wird die Frage gestellt, welche Position Typografie im Kontext der verschiedenen Kunstdisziplinen und im Kontext der entsprechenden Diskurse einnehmen kann.

Die Studierenden erhalten die Möglichkeit, durch Forschung und Experiment eine typografische Sprache zu entwickeln, die sinnvoll bei »außer-typografischen« Ambitionen anschließt. Der Unterschied zu einer konventionellen typografischen Praxis wird vor allem darin bestehen, dass derjenige, der die gestalterische Frage stellt, auch derjenige ist, der sie beantworten muss. Verschmelzen Autor und Gestalter in einer Person, so kann schließlich Gestaltung ihren angewandten Charakter überwinden (»Typografie kann unter Umständen Kunst sein«).

Daher ist das Lehrgebiet Typografie auch eng mit dem Materialverlag verbunden, der sich als Versuchslabor und als Podium für Arbeits- und Forschungsprojekte versteht. Zur Grundlagenarbeit der Studierenden gehört die Auseinandersetzung mit analogen und digitalen Medien. Um Erfahrung in den verschiedenen Arbeitsgebieten – wie Reprotechnik, Drucktechnik, Interface- oder Web-Design – aufzubauen, werden die Studierenden ermutigt, die offenen Hochschulstrukturen zu nutzen.

Digitale Grafik

Omnipräsente digitale Formen mischen sich heute mit Artefakten der Vergangenheit, bilden ein sich stetig verzweigendes Netz — eine flüchtige visuelle Cloud. Trotzdem nehmen wir die digitalen Oberflächen als etwas Allgegenwärtiges an, als selbstverständliches Werkzeug und tägliche Begleitung ohne Wissen über die Autorenschaften, Ökonomien und Algorithmen dahinter.

Die Klasse Digitale Grafik hinterfragt vor diesem Hintergrund die Integrität der modernen Technologien und konzipiert visuelle Modelle im Kontext zeitgenössischer Kultur und digitaler Möglichkeiten. Wir untersuchen das Responsive innerhalb prägnanter Ästhetik und kontextualisieren künstlerische Praxis mit digitaler Aufmerksamkeitsökonomie.

Digitale Grafik will den Versuch unternehmen, sich von bestehenden Werkzeugen zu emanzipieren und konfektionierte visuelle Templates aufzubrechen. Dabei entwerfen die Studierenden Modelle für Webseiten, Applikationen und mediale Installationen, als freies künstlerisches Entwicklungsvorhaben oder im Auftrag zu zeitgenössischen Fragestellungen.

Fotografie

Fotografie als Bild – in der Geschichte des Bildes und im Kontext anderer Künste – ist Ausgangspunkt der Lehre im Bereich »künstlerische Fotografie«. Die Eigenart der Fotografie, Abdruck und Spur und zugleich Abstraktion und Konstruktion von Wirklichkeit sowie autonomes Bild zu sein, bietet eine große Spannweite für künstlerische Konzeptionen und Arbeitsansätze. Nach den spezifischen Erfordernissen der jeweiligen Projekte werden analoge, digitale oder hybride Arbeitsformen experimentell erprobt und praktische Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt. In der Wahl und Kombinatorik der medialen Formen, Prozesse und Präsentationen werden die Grenzen des eigenen Mediums produktiv infrage gestellt und erweitert, wenn etwa Fotografie neben dem Schwerpunkt auf dem Bild und der Ausstellung in Installationen, Projektionen, Filmmontagen oder im Künstlerbuch auftritt. Dabei wird das Buch als eigenständiges künstlerisches Objekt für fotografische Arbeiten experimentell erforscht. In Zusammenarbeit mit dem Materialverlag und insbesondere in dessen Reihe „edition fotografie“ können einzelne konzeptionelle Fotobücher entwickelt und realisiert werden.

Grafik / Typografie / Fotografie im Master-Studium

Ziel des Studiums ist es, eine originäre künstlerische und individuelle Haltung zum eigenen Arbeitsfeld innerhalb der zeitgenössischen Kunst und Gestaltung zu entwickeln und zu vertiefen. Dazu wird ein umfassendes künstlerisches Projekt in produktiver Auseinandersetzung mit aktuellen und historischen Formen von Fotografie, Typografie und Grafik konzipiert, realisiert und öffentlich vorgestellt.

Experimentelle Offenheit – auch für die vielfältigen Bezugsfelder zwischen Schrift – Bild – Bewegtbild – ist für den Studienschwerpunkt kennzeichnend. Das Lernen und Forschen der Studierenden wird durch das eigene Vorhaben strukturiert, der individuelle künstlerische bzw. gestalterische Ansatz im Wechselspiel zwischen praktischem und konzeptuellen Arbeiten ausgeprägt und in Bezug zu aktuellen künstlerischen Positionen und theoretischen Diskursen gesetzt. Dabei gilt es, die eigene Arbeit kritisch zu reflektieren und zu verorten, sie im kulturellen Kontext zu begreifen und auf diesen durch aktive künstlerische Positionierung einzuwirken.

Fotografie

Fotografie als Bild – in der Geschichte des Bildes und im Kontext anderer Künste – ist ein Schwerpunkt der Lehre im Bereich Künstlerische Fotografie. Die Eigenart der Fotografie, Abdruck und Spur und zugleich Abstraktion und Konstruktion von Wirklichkeit sowie autonomes Bild zu sein, bietet eine große Spannweite für künstlerische Konzeptionen und Arbeitsansätze. Die Auseinandersetzung mit Sprache und Materialität des fotografischen Bildes im bildnerischen Prozess wird intensiviert und vertieft. Nach den spezifischen Erfordernissen der jeweiligen Projekte werden qualifizierte Kenntnisse von analogen, digitalen oder hybriden Arbeitsformen vermittelt und weiter entwickelt. In der Wahl und Kombinatorik der medialen Formen, Prozesse und Präsentationen werden die Grenzen des eigenen Mediums infrage gestellt und erweitert, wenn etwa Fotografie neben dem Schwerpunkt auf dem Bild und der Ausstellung in Installationen, Projektionen, Filmmontagen oder im konzeptionellen Künstlerbuch auftritt.

Typografie/Grafik

Das Masterprogramm entwickelt sich im Spannungsfeld zwischen Experiment und realen Auftragssituationen (die Beantwortung extern formulierter Fragen). Durch vertiefende Analyse der eigenen gestalterischen Position werden unterschiedliche Arbeitskontexte auf ihre künstlerisch-kommunikativen Möglichkeiten ausgelotet. »Analysieren« meint eine Befragung des Kontextes durch gestalterisch/künstlerische (skizzenhafte) Eingriffe – basierend auf einer reflektierten Wahl der künstlerischen Mittel. Dabei dient die historische und mediale Auseinandersetzung mit Typografie, Gestaltung und Kunst als Referenz. Neben gestalterischer bzw. künstlerischer Analyse ist die (Weiter-)Entwicklung kommunikativer Kompetenz innerhalb des Gestaltungsprozesses wichtiger Bestandteil des Programms. Zur Verantwortung des Masterstudenten gehört es, durch eine Vernetzung der angebotenen Disziplinen und Werkstätten eine Laborsituation zu schaffen, in der nicht nur Analyse befördert wird, sondern auch individuelle künstlerische Vorhaben realisierbar sind.

Digitale Grafik

Omnipräsente digitale Formen mischen sich heute mit Artefakten der Vergangenheit, bilden ein sich stetig verzweigendes Netz — eine flüchtige visuelle Cloud. Trotzdem nehmen wir die digitalen Oberflächen als etwas Allgegenwärtiges an, als selbstverständliches Werkzeug und tägliche Begleitung ohne Wissen über die Autorenschaften, Ökonomien und Algorithmen dahinter.

Die Klasse Digitale Grafik hinterfragt vor diesem Hintergrund die Integrität der modernen Technologien und konzipiert visuelle Modelle im Kontext zeitgenössischer Kultur und digitaler Möglichkeiten. Wir untersuchen das Responsive innerhalb prägnanter Ästhetik und kontextualisieren künstlerische Praxis mit digitaler Aufmerksamkeitsökonomie.

Digitale Grafik will den Versuch unternehmen, sich von bestehenden Werkzeugen zu emanzipieren und konfektionierte visuelle Templates aufzubrechen. Dabei entwerfen die Studierenden Modelle für Webseiten, Applikationen und mediale Installationen, als freies künstlerisches Entwicklungsvorhaben oder im Auftrag zu zeitgenössischen Fragestellungen.

Einzelausstellung von Konstantin Grcic

Vom 29. September bis 23. Oktober 2022 zeigt Konstantin Grcic (Professor für Industriedesign) im ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer der HFBK Hamburg eine raumgreifende Installation aus von ihm gestalteten Objekten und bereits existierenden, neu zusammengestellten Gegenständen. Parallel wird der von ihm konzipierte Raum für Workshops, Seminare und Büro-Arbeitsplätze im AtelierHaus in Betrieb genommen.

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Kunst und Krieg

„Jeder Künstler ist ein Mensch“. Diese so zutreffende wie existenzialistische Feststellung von Martin Kippenberger (in ironischer Umformulierung des bekannten Beuys Zitats) bringt es in vielerlei Hinsicht auf den Punkt. Zum einen erinnert sie uns daran, nicht wegzusehen, (künstlerisch) aktiv zu handeln und unsere Stimmen zu erheben. Gleichzeitig ist sie eine Ermahnung, denen zu helfen, die in Not sind. Und das sind im Moment sehr viele Menschen, unter ihnen zahlreiche Künstler*innen. Deshalb ist es für Kunstinstitutionen wichtig, nicht nur über Kunst, sondern auch über Politik zu diskutieren.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; Foto: Tim Albrecht

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; Foto: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

Vom 8. bis 10. Juli 2022 präsentieren mehr als 160 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2021/22 ihre Abschlussarbeiten aus allen Studienschwerpunkten. Unter dem Titel Final Cut laufen zudem alle Abschlussfilme auf großer Leinwand in der Aula der HFBK Hamburg. Parallel ist in der Galerie der HFBK im Atelierhaus die Ausstellung der sudanesischen Gastlektorin Amna Elhassan zu sehen.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Der Juni lockt mit Kunst und Theorie

So viel Programm war schon lange nicht mehr: Ein dreitägiger Kongress zur Visualität des Internets bringt internationale Webdesigner*innen zusammen; das Forscher*innenkollektiv freethought diskutiert über die Rolle von Infrastrukturen und das Symposium zum Abschied der Professorin Michaela Ott greift zentrale Fragen ihrer Forschungstätigkeit auf.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Kunstpreis 2022

Der 1999 vom Kulturkreis Finkenwerder e.V. initiierte Finkenwerder Kunstpreis hat eine Neuausrichtung erfahren: Als neuer Partner erweitert die HFBK Hamburg den Preis um den Aspekt der künstlerischen Nachwuchsförderung und richtet ab 2022 die Ausstellung der Prämierten in der HFBK Galerie aus. Mit dem diesjährigen Finkenwerder Kunstpreis wird die US-amerikanische Künstlein Renée Green ausgezeichnet. Die HFBK-Absolventin Frieda Toranzo Jaeger erhält den Finkenwerder Förderpreis der HFBK Hamburg.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld, im Hintergrund der Bau von Fritz Schumacher; Foto: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

Nach mehr als 40 Jahren intensiven Bemühens wird für die HFBK Hamburg ein lang gehegter Traum Wirklichkeit. Mit dem neu eröffneten Ateliergebäude erhalten die Studienschwerpunkte Malerei/Zeichnen, Bildhauerei und Zeitbezogene Medien endlich die dringend benötigten Atelierräume für Master-Studierende. Es braucht einfach Raum für eigene Ideen, zum Denken, für Kunstproduktion, Ausstellungen und als Depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg

Nach der digitalen Ausgabe im letzten Jahr, findet die Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg wieder mit Publikum statt. Vom 11.-13. Februar präsentieren die Studierenden aus allen Studienschwerpunkten ihre künstlerischen Arbeiten im Gebäude am Lerchenfeld, in der Wartenau 15 und im neu eröffneten Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Wer spricht? Wer malt welches Motiv? Wer wird gezeigt, wer nicht? Identitätspolitische Fragen spielen in der Kunst und damit auch an der HFBK Hamburg eine wichtige Rolle. Das hochschuleigene Lerchenfeld-Magazin beleuchtet in der aktuellen Ausgabe Hochschulstrukturen sowie Studierendeninitiativen, die sich mit Diversität und Identität befassen.

Grafik: Tim Ballaschke

Grafik: Tim Ballaschke

Semesterstart

Nach drei Semestern Hybrid-Lehre unter Pandemiebedingungen steht nun endlich wieder ein Präsenz-Semester bevor. Wir begrüßen alle neuen Studierenden und Lehrenden an der HFBK Hamburg und laden herzlich zur Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 ein, die in diesem Jahr von einem Gastvortrag von ruangrupa begleitet wird.

Foto: Klaus Frahm

Foto: Klaus Frahm

Summer Break

Die HFBK Hamburg befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, viele Studierende und Lehrende sind im Sommerurlaub, Kunstinstitutionen haben Sommerpause. Eine gute Gelegenheit zum vielfältigen Nach-Lesen und -Sehen:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?