de en

2011/12/21: Katja Aufleger und Anna Steinert erhalten Förderstipendium der Stiftung Stendar-Feuerbaum

Das mit 5.000 Euro dotierte Förderstipendium für junge Nachwuchskünstlerinnen wird erstmalig in diesem Jahr von der Stiftung Stendar-Feuerbaum in Kooperation mit der HFBK Hamburg vergeben. Von den zehn Künstlerinnen der Bereiche Malerei und Bildhauerei, die in der Vorauswahl für das Stipendium standen, wählte HFBK-Präsident Martin Köttering anhand ihrer Portfolios Katja Aufleger und Anna Steinert aus. Die Zweiteilung korrespondiert mit dem Werk der 1920 in Dortmund geborenen Hamburger Künstlerin und Stifterin Renate Stendar-Feuerbaum, das Aspekte des Skulpturalen und des Malerischen verbindet.

So steht Katja Aufleger, die ihr Master-Studium zunächst in der Bühnenraum-Klasse von Raimund Bauer begann und dann zu Matt Mullican und Andreas Slominski wechselte, für eine bildhauerisch-konzeptionelle Position, die mit verschiedenen Medien arbeitet. In ihren filmischen Versuchsreihen, ihren Objekten und Installationen untersucht sie Strukturen und Ordnungen von und im Raum, wobei ihr Forschungsgebiet – vom geometrischen Raum über den Denkraum bis hin zum Weltraum – weit gesteckt ist. Die Ergebnisse ihrer Recherche überzeugen durch formale Präzision und gedankliche Klarheit. In ihren jüngsten Arbeiten befasst sie sich mit Kriterien der Bildproduktion und den daraus immer wieder neu ableitbaren Kommunikationsformen zwischen Kunst und Betrachter.

Anna Steinert aus der Klasse Werner Büttner vertritt hingegen eine primär malerische Position, was ein zeitweiliges Arbeiten in den Raum hinein jedoch nicht ausschließt. Ihre kleinformatigen Gemälde wollen den Betrachter in einen persönlichen Dialog mit dem Dargestellten ziehen. Offenheit und Nahbarkeit, aber auch Unbegreifliches und Unerwartetes werden darin zusammengeführt. Anna Steinert ist es wichtig Gefälliges zu durchbrechen. Sie versetzt das Motiv – wie sie selbst sagt – in einen eigenartigen drastischen Zustand. Die Motivfindung erfolgt assoziativ, wenngleich vor dem Hintergrund der Kunstgeschichte wie auch aktueller Kulturphänomene. Insbesondere die Literatur der Romantik ist ein wesentlicher Referenzpunkt für ihre Malerei.

2010 gründeten Wolfgang Stendar und Renate Stendar-Feuerbaum ihre Stiftung unter dem Dach der Hamburgischen Kulturstiftung. Zweck der Stiftung ist zum einem der Erhalt des künstlerischen Werks von Renate Stendar-Feuerbaum und zum anderen die Förderung junger bildender Künstlerinnen in Hamburg. Im Rahmen einer Ausstellung in der St. Jacobi Kirche wird beides zusammengeführt: Renate Stendar-Feuerbaum zeigt eine Auswahl ihrer Bilder und Skulpturen und die beiden Stipendiatinnen Anna Steinert und Katja Aufleger erweitern das Werkspektrum um zwei junge zeitgenössische Positionen, um einen Dialog zu eröffnen.

7. Januar bis 12. Februar 2012: Renate Stendar-Feuerbaum – Bilder und Skulpturen und Präsentation von Anna Steinert und Katja Aufleger als erste Stipendiatinnen
Hauptkirche St. Jacobi, Jacobikirchhof 2, Hamburg
www.stiftung-stendar-feuerbaum.de

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Aktuelle Beiträge auf rhizome.hfbk.net

rhizome.hfbk.net ist das soziale Netzwerk der HFBK. Es eröffnet ein digitales Forum für Austausch und Diskussion, in dem Studierende, Lehrende, Gastautor*innen, Kunstkritiker*innen und die interessierte Öffentlichkeit für ein breites Spektrum an Inhalten und Sichtweisen sorgen. Hier finden sich Ausstellungsbesprechungen, eine regelmäßige Kunstpresseschau, literarische Texte sowie Berichte von Vorträgen und Symposien.

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Jahresausstellung 2020 an der HFBK Hamburg

Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?