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2014/10/22: Kaiserring der Stadt Goslar 2014 für Wiebke Siem

Die ehemalige HFBK-Studentin und -Professorin Wiebke Siem hat einen der weltweit wichtigsten Preise für moderne Kunst erhalten. Am Samstag den 11. Oktober nahm sie in Goslar den Kaiserring 2014 für ihr Lebenswerk entgegen.

Die 1954 in Kiel geborene Künstlerin studierte von 1979 bis 1984 bei Stanley Brouwn an der HFBK Hamburg. Hier hatte sie selbst von 2000 bis 2001 eine Gastprofessur und von 2002 bis 2008 eine Professur für Bildhauerei. In den 90er Jahren wurde sie mit Werkgruppen bekannt, in denen sie Alltagsgegenstände wie Kleidung und Spielzeug, Perücken, Hüte oder Taschen in überdimensionierte abstrakte Objekte aus Holz oder Stoff übersetzte und verfremdete. In späteren Arbeiten griff Siem oft auf Kindheitseindrücke zurück. Sie hinterfragt gesellschaftliche Rollenbilder, während sie gleichzeitig Bezug auf die Kunstgeschichte nimmt. Siems Werke wurden national und international ausgestellt, u.a. im Guggenheim Museum, New York, im Henry Moore Institute, Leeds oder in der Kunsthalle Hamburg. 2009 zeigte das Neue Museum Nürnberg Siems Arbeiten in einer umfangreichen Schau (»Die Fälscherin«).

Den Kaiserring, ein Goldring, der an den 1050 in Goslar geborenen Kaiser Heinrich IV. erinnert, wurde in diesem Jahr zum 39. Mal verliehen. Die Auszeichnung haben unter anderem Henry Moore, Joseph Beuys, Christo, Max Ernst, Georg Baselitz und Jörg Immendorff erhalten. Preisträger 2013 war der dänische Künstler Olafur Eliasson.

Aus Anlass der Preisverleihung zeigt das Mönchehaus Museum Goslar noch bis zum 15. Januar 2015 eine Ausstellung mit Arbeiten von Wiebke Siem.
www.moenchehaus.de