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23.1.2020, 15:30 Uhr
100 Jahre Loheland: Vortrag von Elisabeth Mollenhauer-Klüber

  • Ort:

  • HFBK Hamburg, Hörsaal (R 229)

Elisabeth Mollenhauer-Klüber wird über die 1919 im Geist der damaligen Reformbewegungen gegründete Frauensiedlung und –ausbildungsstätte Loheland (bei Fulda) sprechen. Im Ursprung ein Seminar für Gymnastik, entstanden aus der Beschäftigung mit dem Körper und seiner Bewegung im Raum eine Fülle von Werkstätten, die sowohl zur ökonomischen Stabilisierung Lohelands beitrugen als auch die pädagogischen Ansätze aus der Körperarbeit in das Handwerkliche und Künstlerische übertrugen. Neben der Gymnastik und einer Blütephase des Ausdruckstanzes war Loheland auch für seine Produkte bekannt, die u.a. in eigenen Loheland-Häusern in Hamburg und Berlin vertrieben wurden. So gab es in Loheland u.a. eine Weberei, Schneiderei, Korbwinderei, eine Fotowerkstatt – in der bemerkenswerte Experimente mit Fotogrammen stattfanden – eine Tischlerei, Drechslerei und eine Doggenzucht.

Loheland hat die Zeit des Nationalsozialismus mehr oder weniger gut überstanden, jedoch kam es zu einem Zerwürfnis der beiden Gründerinnen, Hedwig von Rohden und Louise Langgaard. Das Seminar für Gymnastik kam erst vor wenigen Jahren an sein Ende. Durch die Evakuierungen vieler Mütter und ihrer Kinder im Zuge des Zweiten Weltkriegs entstand auf dem Gelände von Loheland eine Schule, die heute als Waldorf-Schule weiterbesteht. Auch sind die meisten ursprünglichen Gebäude, die seit 1919 auf dem weitläufigen Gelände errichtet wurden, erhalten. Sie stehen unter Denkmalschutz. Das eigentliche Projekt Loheland ist nahezu an sein Ende gekommen. Nach wie vor in Betrieb sind die Tischlerei und die biologisch-dynamische Landwirtschaft, eine der ältesten in Deutschland.

Aus verschiedenen Gründen ist die Historie Lohelands selbst in Fachkreisen wenig bekannt. Dies zu ändern ist mir eine Herzensangelegenheit. Loheland mit seiner Geschichte gehört zu für mich zu den inspirierendsten Orten, die ich kenne – in Hinblick auf pädagogische, interdisziplinäre, kunsthandwerkliche, ökonomische und natürlich auch feministische Ansätze.

Elisabeth Mollenhauer-Klüber baute über viele Jahre das Loheland-Archiv auf. Sie ist Autorin und Mitherausgeberin des Katalogs zur Ausstellung "Loheland 100" im Vonderau Museum Fulda sowie zahlreicher weiterer wissenschaftlicher Publikationen zur "Loheland Schule für Körperbildung, Landbau und Handwerk".

Im Rahmen einer Vorlesung von Prof. Dr. Astrid Mania

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Künstlerin: Iris Hamers "Two pink paintings facing each other"; Foto: Tim Albrecht

Kunst trotz(t) Corona: Graduate Show 2020

Mit einer zweimonatigen Verspätung fand die Graduate Show – ehemals Absolventenausstellung – in diesem Jahr am 19. und 20. September statt. Mehr als 140 Studierende zeigten ihre künstlerischen Abschlussarbeiten.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?