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6.6.2019, 16:00 – 18:00 Uhr
Zur Verschränkung von Pädagogik, Kunst und Quartiersarbeit im Werkhaus Münzviertel

  • Ort:

  • Universität Hamburg, Von-Melle-Park 8

Prof. Dr. Rahel Puffert und Per Leonhardt

Freundlich, offen, fordernd – Zur Verschränkung von Pädagogik, Kunst und Quartiersarbeit im Werkhaus Münzviertel

In einem schriftsprachlich vorbereiteten Teil wird – so der Plan – zunächst die Form des Vortrags dazu genutzt, eine Perspektive zu entwickeln, die es ermöglicht, die Arbeit am und im Werkhaus im »Spannungsfeld von Kunst und Bildung« zu platzieren. Wie könnten man sich dem Ort nähern? Im zweiten Teil, stehen wir Rede und Antwort. Dabei wird die Sprache hoffentlich auch darauf kommen, inwiefern und ob das Werkhaus Münzviertel überhaupt von Belang sein könnte für die Subjektivierungsprozesse der Anwesenden

www.werkhaus-muenzviertel.de/

Veranstaltung im Rahmen der Ringvorlesung:

Wie zusammen arbeiten?
Formen der Kooperation und Kollaboration im Kontext von Kunst und Bildung (
Stefanie Johns, Alexander Henschel, Marcus Recht, Andrea Sabisch)

Zusammenarbeit ist mehr als die synchronisierte, mediale Assoziierung von Menschen, Dingen und Aktanten. Zusammenarbeit ist ein riskantes Unterfangen und aktualisiert sich zwischen den aufeinander bezogenen und ineinander verschränkten Prozessen der Sozialisierung und der Subjektivierung. Sie oszilliert zwischen der Erfahrung von Irritation und dem Irritieren des Eigenen. Es braucht eine gewisse Absonderung, Autonomie und Singularität der Einzelnen, die historisch oft Künstler*innen zugesprochen wurde, damit eine Zusammenarbeit als Reibung produktiv werden kann. Zugleich bedarf es einer Anschluss- und Verständigungspraxis, die historisch oft Pädagog*innen unterstellt wurde, um Verständigung jenseits eines vermeintlichen Konsenses überhaupt zu ermöglichen.

Im Rahmen der Ringvorlesung stellen wir die Frage, wie wir im Spannungsfeld von Kunst und Bildung trotz oder gerade wegen unterschiedlicher Selbstverständnisse zusammenarbeiten (wollen)? Das Spektrum reicht von temporären Projekten zwischen Schulen, Museen, Kunsthochschulen und Universitäten bis hin zu ko-konstruktiven Praktiken der Autorschaft, des Team-Teachings, der Teamforschung, des Projektmanagements, der Sichtbarmachung in Kunst und Wissenschaft.

Was sind implizite und explizite Motivationen, Bedingungen, Hemmnisse und Herausforderungen der Zusammenarbeit in Produktion und Rezeption? Wie werden die Strukturen der Beteiligung und der Exklusion erlebt? Wo und wie können Konflikte reflektiert werden? Welche medialen Infrastrukturen werden zur Koordination, Organisation, Kommunikation, zur Abstimmung und Planung in Anspruch genommen? An welchen Stellen und Orten können Strukturen, Hierarchien und Freiheiten verändert werden?

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