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3 Notizen zu: BEAUTY, Sagmeister & Walsh, MKG

1 Der Mensch braucht Schönheit, und die ganze Gesellschaft kann von einer ansprechenden Umgebung profitieren - die These zur Ausstellung "Beauty", die Stardesigner Stefan Sagmeister und seine Kollegin Jessica Walsh aktuelle im MKG inszeniert haben, ist so simpel wie ihr Name. Und folgt man ihrem Ritt durch tausende Jahre Kulturgeschichte, gespickt mit Kunstobjekten aus der Sammlung des Museums sowie von zeitgenössischen Künstler*innen, ist man beinahe gewillt ihnen zu glauben. Denn es macht Spaß, sich durch den Parcours zu bewegen, der den Blick auf das Vergnügen lenkt, das schöne Dinge machen können: Vom Samurai-Helm über lenkbare Vogelschwärme bis zur Wiener Ringstraße in Porzellan.

2 Aber wenn der Mensch Schönheit braucht, warum ist dann so vieles auf dieser Welt so hässlich - fragen S&W - und haben auch dafür eine recht einfache Antwort. Es ist der Funktionalismus, von LeCorbusiers Paris-Vision bis zur Münchner U-Bahn, der immer wieder als abschreckendes Beispiel ins Treffen geführt wird. Hat uns Loos nicht das Ornament weggenommen, hat nicht das Bauhaus die Funktionalität zum obersten Dogma erhoben und uns Plattenbauten im Einheitslook beschert? Dabei, so Sagmeister & Walsh, kann liebevolle, durchdachte und ästhetisch ansprechende Gestaltung alles zum Positiven drehen: Von der albanischen Hauptstadt Tirana, die nach ihrer bunten Umgestaltung plötzlich viel lebenswerter wurde, bis zum stylischen New Yorker Highline-Park, auf dem noch nie ein Verbrechen registriert wurde.

3 Nun ja. Man könnte natürlich streiten über diese früher-war-alles-besser-Mentalität, die sich in einigen Displays ausdrückt, aber die Schau hat einen Punkt. Und dennoch steckt sie voller Widersprüche: Denn Schönheit, auch das wird in der Ausstellung deutlich, ist nicht unschuldig, nicht der rein positive Wert an sich, als der sie hier verkauft wird; ebenso wichtig scheint, was unter der schönen Oberfläche liegt. Wenn ein Vorzeige-Umgestaltungsprojekt etwa aus einem Fußgängertunnel eine bunte Instagram-Wand macht, dann wird nur zwischen den Zeilen angedeutet, dass hier eigentlich Verdrängungsprozesse gemeint sind. Und wenn Schönheit im Branding bloß dazu eingesetzt wird, Firmenwerte zu erhöhen, dann bleibt die Frage nach dem gesellschaftlichen Mehrwehrt genauso außen vor wie etwa Kritik am Schönheitszwang der Kosmetik- und Abnehmindustrie. Apropos Kosmetik: Hieß es nicht sowieso irgendwann einmal, Schönheit kämme von Innen? #schönheit #mkg #kritik #beauty #sagmeister #walsh #kunst

https://rhizome.hfbk.net/p/237784


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