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Auf rhizome.hfbk.net: 3 Notizen zu Jenny Schäfer

1 Rentierknochen neben Fidget-Spinnern, Dronen neben Faustkeilen. In ihren fotografischen Collagen stellt Jenny Schäfer in der Wassermühle Trittau derzeit Fundstücke des Archäologen Alfred Rust aus den 1930er Jahren mehr oder weniger alltäglichen Objekten des 21. Jahrhunderts gegenüber.

2 Worin besteht nun der wesentliche Unterschied zwischen Kunst-, Kult- und Gebrauchsgegenständen - das scheint natürlich zunächst eine der Fragen, die sich auf den ästhetisch ansprechend inszenierten Bildkombinationen manifestieren. Wird in tausenden Jahren noch zwischen Kunst und Gebrauch unterschieden – und wie wird Objekten überhaupt "Wert" zugeschrieben?

3 Noch spannender ist aber ein anderer Punkt. Denn während das Werkzeug der ästhetischen Inszenierung zur Sphäre der Kunstgalerie gehört, präsentiert sich die Archäologie in historischen Museen meist als rein dokumentierende Wissenschaft. Mit ihrer kreativen Neuordnung von Alfred Rusts Funden zeigt Schäfer aber auch die (oft auch ideologiegetriebene) Interpretation, Auslegung, Inszenierung von Fundgegenständen – und damit die Erschaffung von Geschichte überhaupt – als rein willkürlichen Akt.

Jenny Schäfer: Wertvolle Geräte, Wassermühle Trittau, bis 11.3.2018

https://rhizome.hfbk.net/p/65457


Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Jahresausstellung 2020 an der HFBK Hamburg

Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?