de en

Die Tresen-Kolumne: Qwertz

Seit einer halben Stunde sitze ich vor diesem Dokument. Ich habe inzwischen alle Buchstaben ausprobiert und vor Langeweile rausgefunden, dass sich im Zentrum von QWERTZ auch nur der alte Schreckbegriff „Wert“ versteckt hat: Dieser Diamantring ist sehr Qwertzvoll. Quatsch. Bei einer Schreibblockade muss man die Seiten einfach mit Quatsch vollschreiben, hilft mir immer. Das kann man dann am Ende wieder löschen aber der Bann ist gebrochen. Binge-Watching gilt jetzt offiziell als „Klimasünde“, wie Fliegen oder SUV-Fahren und das Gas, Schwefelhexafluorid, welches in Windkraftturbinen verhindert, dass es zum Kurzschluss kommt, sei 23.500 mal so klimaschädlich wie Co2, schreibt der Wiener Standard. Vergleichszahlen, unter denen sich wahrscheinlich kaum jemand etwas vorstellen kann. Der Youtuber* „GermanFoodReviews“ behauptet in seinem Nutella Review Video, die Verwendung von Margarine als Brotgrundierung verbessere den Geschmack von Nutella um den Faktor 3 und ein Fruchtzwerg ist so wertvoll wie ein kleines Steak. Menschen schaffen es irgendwie immer, alles schlimmer zu machen. Die Welt der Erfindungen ist eine Treibsandgrube, wer sich bewegt, rutscht weiter hinab. Wir hätten einfach beim Rad aufhören sollen, wäre wahrscheinlich 23.500 mal besser gewesen: Webmaschine erfunden, zack Kapitalismus im Haus, funktionierende Deos erfunden, zack Alzheimer im Kopf, Autos erfunden, zack überall Tote, eingefrorenen Spinat erfunden, zack darf man gar nicht aufwärmen, Demeter gefördert, zack Blut und Boden wiederentdeckt. Ich glaube, ich schreibe heute keinen Text, zur Kunst gibt es gerade eh nichts zu sagen.

https://rhizome.hfbk.net/p/218406


Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Jahresausstellung 2020 an der HFBK Hamburg

Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?