Kontroverse documenta fifteen – Hintergründe, Einordnungen und Analysen
Die Weltkunstausstellung in Kassel löste im Sommer 2022 auf mehreren Ebenen große Kontroversen aus. Mit dem Symposium zur documenta fifteen möchte die HFBK Hamburg Hintergründe und Zusammenhänge analysieren, unterschiedliche Standpunkte ins Gespräch bringen und eine Debatte ermöglichen, die explizit den Antisemitismus im Kunstfeld thematisiert.
Welche geschichtspolitischen Kontinuitäten sind in der Genese der documenta erkennbar? Was wurde in der Auseinandersetzung abseits von künstlerischen Strategien und kuratorischem Konzept gegeneinander verhandelt? Wie lässt sich in einem enggeführten Diskursfeld öffentlich miteinander streiten? Das Symposium bietet Raum für divergente Positionen und will Perspektiven für die Gegenwart und Zukunft des Ausstellungmachens eröffnen.
Mit Reza Afisina, René Aguigah, Saba-Nur Cheema, Iswanto Hartono, Gilly Karjevsky, Martin Köttering, Oliver Marchart, Michaela Melián, Meron Mendel, Hestu Nugroho, Carsten Probst, Doron Rabinovici, Miriam Rürup, Ralf Schlüter, Nora Sternfeld, Natan Sznaider, Myropi-Margarita Tsomou, Wolfgang Ullrich, Julia Voss, Michael Wildt, Mi You, Jürgen Zimmerer
Die Konzeption des Symposiums erfolgte mit Beratung durch Meron Mendel und Nora Sternfeld.
Aufzeichnung zum Nachhören in der HFBK-Mediathek: https://mediathek.hfbk.net
Ausführliche Informationen zu den Speakern finden sich hier.
Programm, Mittwoch den 1.2.2023
- 18 Uhr
Impuls, Katharina Fegebank (Wissenschaftssenatorin und 2. Bürgermeisterin Hamburg)
Einführung, Martin Köttering (Präsident, HFBK Hamburg) - 18:30 Uhr
Keynote Ambiguitätstoleranz auf dem Prüfstand. documenta fifteen und die jüdische Frage, Natan Sznaider (Professor für Soziologie, The Academic College of Tel Aviv-Yaffo) - 19:30 Uhr
Panel Antisemitismus im Kunstfeld. Geschichtspolitische Perspektiven auf die documenta, Oliver Marchart (Professor für Politische Theorie, Universität Wien), Meron Mendel (Professor für Soziale Arbeit, Frankfurt University of Applied Sciences, Direktor Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt a.M.), Julia Voss (Kunsthistorikerin und Mitarbeiterin im Präsidium des Deutschen Historischen Museums, Berlin), Moderation: Carsten Probst (Kunsthistoriker und Kulturjournalist, Berlin)
Programm, Donnerstag den 2.2.2023
- 10 Uhr
Gespräch documenta fifteen aus indonesischer Perspektive, Reza Afisina (Künstler, Mitglied von ruangrupa und DAAD-Gastprofessor, HFBK Hamburg), Hestu A. Nugroho (Künstler, Mitglied von Taring Padi, Berlin), Moderation: Kate Brown (Kuratorin, Kunstjournalistin und Europa-Redakteurin, Artnet News) - 12 Uhr
Panel Antisemitismus- und Postkolonialismusforschung: eine (global-)geschichtliche Debatte, Michaela Melián (Künstlerin und Professorin für Zeitbezogene Medien, HFBK Hamburg), Miriam Rürup (Direktorin Moses Mendelssohn Zentrum, Professorin für europäisch-jüdische Studien, Universität Potsdam), Michael Wildt (Professor i.R. für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus, Humboldt-Universität zu Berlin), Jürgen Zimmerer (Professor für Globalgeschichte, Leiter der Forschungsstelle Hamburgs (post)koloniales Erbe, Universität Hamburg), Moderation: René Aguigah (Kulturjournalist, Ressortleiter Literatur Deutschlandfunk Kultur, Berlin) - 15 Uhr
Gespräch Kulturproduktion zwischen Dialog, Kritik und Boykott, Saba-Nur Cheema (Politikwissenschaftlerin, Publizistin und Antirassismus-Trainerin, Goethe-Universität Frankfurt a.M.), Doron Rabinovici (Schriftsteller und Historiker, Wien), Moderation: Nora Sternfeld (Kunstvermittlerin und Professorin für Kunstpädagogik, HFBK Hamburg) - 17 Uhr
Panel Kunst als soziale Praxis – Künstlerischer Paradigmenwechsel durch die documenta fifteen?, Iswanto Hartono (Künstler, Mitglied von ruangrupa und DAAD-Gastprofessor, HFBK Hamburg), Gilly Karjevsky (Kuratorin und Gastprofessorin für Social Design, HFBK Hamburg), Nora Sternfeld (Kunstvermittlerin und Professorin für Kunstpädagogik, HFBK Hamburg), Margarita Tsomou (Kuratorin HAU Hebbel am Ufer und Professorin für Zeitgenössische Theaterpraxis, Hochschule Osnabrück), Wolfgang Ullrich (Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler, Leipzig), Moderation: Ralf Schlüter (Kulturjournalist, Berlin)
Symposium: Kontroverse documenta fifteen
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