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2020/02/05: Startschuss für Atelierneubau der Hochschule für bildende Künste (HFBK)

Rund 3000 Quadratmeter mehr für Kunstproduktion und -präsentation / Jahresausstellung 2020 wird eröffnet

Der viergeschossige Neubau auf dem HFBK-Campus am Lerchenfeld wird zwölf Atelierräume für die Masterstudierenden der Bereiche Malerei, Bildhauerei und Zeitbezogene Medien sowie eine für Laufpublikum geöffnete Galerie im Erdgeschoss bieten. Die Realisierung erfolgt im Mieter-Vermieter-Modell für rund 9,6 Millionen Euro durch die Sprinkenhof GmbH. Im Sommer 2021 soll das Gebäude bezugsfertig sein. Bereits Anfang nächsten Jahres soll der Rohbau im Rahmen der Jahresausstellung 2021 der HFBK-Studierenden bespielt werden. Die Jahresausstellung 2020 wird am 6. Februar eröffnet.

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Mit dem neuen Atelierhaus erhalten Studierende und Lehrende der HFBK ein Gebäude, das optimal auf die Anforderungen künstlerischer Praxis und Lehre zugeschnitten ist. Der Neubau wird sich architektonisch und insbesondere durch seine vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten hervorragend in die Hochschule eingliedern und einen modernen Rahmen für Kunst auf höchstem Niveau setzen. Einen kleinen Vorgeschmack liefert die beeindruckende aktuelle Jahresausstellung, die den Baugrund mit einer Soundinstallation bespielt – das Gebäude fehlt noch, aber die Kunst ist schon da.“

Prof. Martin Köttering, Präsident der HFBK: „Mit dem heutigen Baustart wird der seit vier Jahrzehn-ten gehegte Traum von einem großzügigen Atelier- und Ausstellungshaus für die HFBK-Studierenden am Lerchenfeld Realität, wofür ich Senatorin Fegebank und ihrer Behörde zutiefst dankbar bin.“

Das neue Atelierhaus

Angesichts der herausragenden architektonischen Bedeutung des benachbarten denkmalgeschützten HFBK-Hauptgebäudes von Fritz Schumacher aus den Jahren 1911 bis 1913 wird bei dem Neubau besonderer Wert auf die gestalterische Konzeption und die städtebauliche Erscheinung gelegt. Das Atelierhaus soll auf rund 3.000 Quadratmetern ein Ort der künstlerischen Praxis sein und gleichzeitig eine flexible Nutzung für Präsentationen aller Art ermöglichen. Ein Schaufenster für die junge Kunst wird die Galerie im Erdgeschoss sein. Verantwortlich für die Gestaltung des Neubaus ist das Architektenbüro Winking Froh, das als Sieger aus dem Architektenwettbewerb hervorgegangen war.

Die Realisierung erfolgt durch die Sprinkenhof GmbH, die langjährige Erfahrung mit Wissenschafts- und Hochschulbauten hat. Als zentrale gewerbliche Immobiliengesellschaft der Freien und Hansestadt Hamburg gibt Sprinkenhof der Stadt durch die Neubau- und Sanierungsprojekte ein Gesicht und baut als Investor und Realisierungsträger für die Zukunft Hamburgs.

Martin Görge, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH: „Der Atelierneubau ist eine architektonisch gelungene Ergänzung zum bestehenden Schuhmacher-Ensemble und schafft ein erweitertes Raum-angebot für die Ausbildung und Lehre an diesem künstlerisch so bedeutenden Ort. Wir freuen uns, nun mit der Realisierung des lang geplanten Neubaus beginnen zu können und auf die weitere konstruktive Zusammenarbeit mit der HFBK. Wir danken der BWFG für das ausgesprochene Vertrau-en zur Realisierung dieses weiteren Vorhabens zur Stärkung des Wissenschaftsstandortes Hamburg.“

Die Jahresausstellung 2020

Die Jahresausstellung der HFBK macht die Kunsthochschule als einen vibrierenden und vielgestaltigen Ausstellungsraum erlebbar. Über 800 Studierende zeigen ab dem 6. Februar drei Tage lang das ge-samte Spektrum aktueller Kunstproduktion von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Rauminstallationen und Designentwürfen. Bereits im Außenraum werden Besucherinnen und Besucher von versteckten Soundinstallationen empfangen – eine davon befindet sich auf dem künftigen Baugrund für das Atelierhaus. Mit dabei sind auch Werke von zehn Studieren-den des Goldsmiths, University of London. Die HFBK Hamburg setzt damit ein Zeichen, ihren künstle-rischen Austausch mit Großbritannien trotz Brexit pflegen zu wollen. Für die Intensivierung des künstlerischen Austauschs im Rahmen der Art School Alliance hat die Wissenschaftsbehörde jüngst 27.000 Euro an Landesförderung bereitgestellt.

Rückfragen der Medien:

Pressestelle Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
Telefon: 040 / 42863 - 2322
E-Mail: pressestelle@bwfg.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/bwfg/
Twitter: hh_bwfg Instagram: hh_bwfg

Hochschule für bildende Künste
Sabine Boshamer | Pressesprecherin / Beate Anspach | stv. Pressesprecherin
Telefon: 040 / 428989 - 405
E-Mail: presse@hfbk.hamburg.de

Sprinkenhof GmbH
Lars Vieten | Unternehmenskommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 040 / 33954 - 325
E-Mail: lars.vieten@sprinkenhof.de

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V.

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Wer spricht? Wer malt welches Motiv? Wer wird gezeigt, wer nicht? Identitätspolitische Fragen spielen in der Kunst und damit auch an der HFBK Hamburg eine wichtige Rolle. Das hochschuleigene Lerchenfeld-Magazin beleuchtet in der aktuellen Ausgabe Hochschulstrukturen sowie Studierendeninitiativen, die sich mit Diversität und Identität befassen.

Grafik: Tim Ballaschke

Semesterstart

Nach drei Semestern Hybrid-Lehre unter Pandemiebedingungen steht nun endlich wieder ein Präsenz-Semester bevor. Wir begrüßen alle neuen Studierenden und Lehrenden an der HFBK Hamburg und laden herzlich zur Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 ein, die in diesem Jahr von einem Gastvortrag von ruangrupa begleitet wird.

Grafik: Sam Kim, Bild im Hintergrund: Sofia Mascate, Foto: Marie-Theres Böhmker

Graduate Show 2021: All Good Things Come to an End

Vom 24. bis 26. September präsentierten die mehr als 150 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2020/21 ihre Abschlussarbeiten im Rahmen der Graduate Show in der HFBK Hamburg. Wir bedanken uns bei allen Besucher*innen und Beteiligten.

Foto: Klaus Frahm

Summer Break

Die HFBK Hamburg befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, viele Studierende und Lehrende sind im Sommerurlaub, Kunstinstitutionen haben Sommerpause. Eine gute Gelegenheit zum vielfältigen Nach-Lesen und -Sehen:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?