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Dr. phil. in art. Benno Hinkes

Aisthetik der (gebauten) menschlichen Umwelt – Grundlagen einer künstlerisch-philosophischen Forschungspraxis

Betreuung: Prof. Michael Lingner
Disputation am 5. Juli 2016
Dissertation: 2008–2014 Goldsmiths, University of London/ HFBK Hamburg
Buchveröffentlichung: transcript-Verlag, Frühjahr 2017

Bei der Aisthetik der (gebauten) menschlichen Umwelt handelt es sich um einen transdisziplinär verfassten Forschungsbereich, der die Wahrnehmung alltäglicher menschlicher Umgebungen zum Gegenstand hat. Untersucht wird die Art und Weise, wie Interieurs und Innenräume, Straßenzüge und öffentliche Plätze, urbane und ländliche Bereiche wahrnehmend erfahren werden bzw. wie diese auf den wahrnehmenden Menschen mittels eines alltäglichen physischen Umgangs einwirken. Der Gedanke einer Aisthetik, abgeleitet von altgr. 'aisthesis' ('wahrnehmen', 'mit den Sinnen verstehen') zielt dabei nicht auf die Erforschung gesellschaftlicher oder physiologischer Bedingungen ab. Vielmehr steht die Erfahrungsrealität des menschlichen Umweltwahrnehmens selbst im Zentrum. Dieser kommt Erkenntnisrang zu – dem sensorisch-kognitiven Prozess, auf dem sie basiert, epistemische Bedeutung. Transdisziplinär verfasst ist eine Aisthetik der (ge-bauten) menschlichen Umwelt insofern, als sie sich aus mehr als einem disziplinären Kontext speist. Insbesondere sind es Ansätze aus dem Bereich der philosophischen Alltags- und Umweltästhetik sowie der architektur- und ortsbezogenen Installationskunst, die gemeinsam das Fundament für eine disziplin-überschreitende Erforschung der wahrnehmungsgebundenen Erfahrungsrealität (gebauter) menschlicher Umwelten liefern.

Kurzvita:

Benno Hinkes: Bildender Künstler und Theoretiker; Lebensmittelpunkt in Berlin. Arbeitet, forscht und lehrt an unterschiedlichen Orten im In- und Ausland: 2007 Einladung als Visiting Artist an die Columbia University, New York. Von 2008–2014 Mitglied im Promotions-/ Artistic-Research-Programm der HFBK-Hamburg und des Goldsmiths College/University of London. Ausstellungen in Deutschland, Tschechien, Großbritannien, USA, Benin.

Preise und Förderungen (Auswahl):

2003 Sächsisches Landesstipendium für Wissenschaft und Kunst / Preis für beste Abschlussarbeit an der HfBK-Dresden / 2005 Arbeitsstipendium des Kulturfonds des Freistaat Sachsen / 2006 New York-Förderpreis der Philip Morris-Kulturförderung / 2008 DAAD-Fellowship. Einjähriges Stipendium zur künstlerischen Weiterbildung, London / 2012 Projektförderung der Karl H. Ditze-Stiftung für Pavillon Visionnaire auf der Benin-Biennale, Porto Novo, Benin, Westafrika / 2013 Ausstellungsförderung der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank / Projektförderung durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden.

Website: www.benno-hinkes.de

Kontakt: info@benno-hinkes.de

Kunst trotz(t) Corona: Graduate Show 2020

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Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?

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Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.