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Promotion Susanne Stroh

Betreuung: Prof. Dr. Michael Diers, Prof. Martin Köttering

Disputation am 6. Februar 2019

DINGE IN FORMATION
Sammeln und Ordnen als künstlerische Strategie in der zeitgenössischen Kunst

Anfang des 20. Jahrhunderts prägte der Philosoph Walter Benjamin den Begriff einer „Sprache der Dinge“, der noch heute ein geflügeltes Wort in der Literatur über das Sammeln und in dem Diskurs über kuratorische Strategien ist. In Anlehnung an Benjamins Konzept, sowie einschlägigen Theorien aus der Philosophie, Museologie, Kunst-, Kultur- und Wissenschaftshistorie, befasst sich die Untersuchung mit der Frage, wie in der zeitgenössischen Kunst wissenschaftliche und museale Konventionen durch die künstlerische Strategie des Sammelns und Ordnens kritisch beleuchtet werden und welche neuen Narrative die Künstler entwickeln.

Den Hauptteil der Untersuchung bilden fünf exemplarische Analysen, in denen jeweils ein Werk von Mark Dion, Barbara Bloom, Camille Henrot, Thomas Hirschhorn und Sarah Sze hinsichtlich der Anwendung und Auswirkung des Sammelns und Ordnens als künstlerische Strategie erforscht wird. Die Dissertation zeigt auf, wie die Veränderung der Formation der Dinge, die Information, die wir aus ihnen lesen, beeinflusst.

Die unkonventionellen Kollektions- und Klassifikationsmuster, die den Werken innewohnen, werden detailliert analysiert und die unterschiedlichen künstlerischen Konzepte werden sowohl untereinander als auch mit weiteren aktuellen und kunsthistorischen Positionen in Bezug gesetzt. Weiterhin wird die Relation dieser künstlerischen Konzepte zu wissenschaftlichen und musealen Sammlungsformen analysiert und dargestellt, inwiefern es durch die künstlerische Strategie des Sammelns und Ordnens möglich ist, die Dinge selbst widersprechen zu lassen.

Kunst trotz(t) Corona: Graduate Show 2020

Mit einer zweimonatigen Verspätung findet die Graduate Show – ehemals Absolventenausstellung – in diesem Jahr am 19. und 20. September statt. Mehr als 140 Studierende zeigen ihre künstlerischen Abschlussarbeiten. Von 10 - 20 Uhr sind Besucher*innen herzlich eingeladen, sich in der HFBK die zahlreichen Arbeiten anzusehen. Für Ihre Gesundheit an diesem Wochenende sorgt ein extra entwickeltes Corona-Konzept. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Aktuelle Beiträge auf rhizome.hfbk.net

rhizome.hfbk.net ist das soziale Netzwerk der HFBK. Es eröffnet ein digitales Forum für Austausch und Diskussion, in dem Studierende, Lehrende, Gastautor*innen, Kunstkritiker*innen und die interessierte Öffentlichkeit für ein breites Spektrum an Inhalten und Sichtweisen sorgen. Hier finden sich Ausstellungsbesprechungen, eine regelmäßige Kunstpresseschau, literarische Texte sowie Berichte von Vorträgen und Symposien.

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?

Jahresausstellung 2020 an der HFBK Hamburg

Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.