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Promotion Erich Pick

Betreuung: Prof. Dr. Hanne Loreck, Zweitgutachterin: Prof. Dr. em. Susanne von Falkenhausen

Disputation am 17. Oktober 2018

Titel des Promotionsvorhabens: Biotopia. Architektur, Biopolitik und Technologie bei Frederick Kiesler, Greg Lynn und Lars Spuybroek

Künstlerisch-architektonische Gestaltung und die gesellschaftliche Formung von Subjekten stehen in einem engen Wechselverhältnis. Aktuelle Varianten des Organizismus nehmen hierin eine wichtige Rolle ein, indem sie mit ihrem holistischen Anspruch auf eine ökologische Ganzheitlichkeit gesellschaftlichen Lebens zielen.

Biotopia unternimmt den teils spekulativen Versuch, künstlerische Artefakte und die in den Lebenswissenschaften eingeflochtenen Macht- und Regierungsdispositive zusammen zu denken. Biopolitik fungiert hierbei als Leittheorem, mit dem sich das Bündel von Macht- und Regierungstechniken analysieren lässt, das auf den Fortbestand und die Regulierung gesellschaftlichen Lebens als Ganzes abzielt und dazu die Kontrolle über einzelne gesellschaftliche Individuen zu erlangen versucht. Mit einer Affekttheorie wird außerdem untersucht, wie Kunstwerke auf Subjekte wirken. Schließlich haben die von den Artefakten ausgehenden affektiven Kräfte Definitionsmacht darüber, was als lebenswert und damit auch was als nicht lebenswert aufgefasst wird. Über eine ästhetisch-formale und monographische Betrachtung der künstlerischen Werke hinaus erfolgt eine (politische) Reflexion der theoriebezogenen Selbstpositionierungen der Künstler.

Zur Person

Erich Pick ist bildender Künstler, Autor und Kurator mit Arbeiten zu Ästhetiken von Räumen, Topologie, Architektur und Urbanismus. Studium der Freien Kunst an der HFBK Hamburg (Diplom 2007), des Maschinenbau-Energietechnik (Diplom 1998) sowie Philosophie an der Universität Essen. Seine künstlerischen Arbeiten umfassen und kombinieren plastisch-installative Methoden mit den Medien Video und Audio. Darüber hinaus zahlreiche Publikationen im Bereich der Technikfolgenabschätzung. Von 1998 bis 2002 war er wiss. Mitarbeiter an der Universität Essen, von 2010 bis 2013 war er wiss. Mitarbeiter im Bereich Theorie und Geschichte an der HFBK Hamburg. Von 2011 bis 2013 war er Dozent im Filmbereich der Hamburg Media School. Seit 1998 Mitglied im Doktoranden-Netzwerk Nachhaltiges Wirtschaften e.V. Studien- und Forschungsaufenthalte in València (Spanien), New Delhi und Istanbul.

www.erichpick.info

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Aktuelle Beiträge auf rhizome.hfbk.net

rhizome.hfbk.net ist das soziale Netzwerk der HFBK. Es eröffnet ein digitales Forum für Austausch und Diskussion, in dem Studierende, Lehrende, Gastautor*innen, Kunstkritiker*innen und die interessierte Öffentlichkeit für ein breites Spektrum an Inhalten und Sichtweisen sorgen. Hier finden sich Ausstellungsbesprechungen, eine regelmäßige Kunstpresseschau, literarische Texte sowie Berichte von Vorträgen und Symposien.

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Jahresausstellung 2020 an der HFBK Hamburg

Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?