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Auf rhizome.hfbk.net: 3 Notizen zu: Imagine the City

3 Notizen zu: Imagine the City, Public Face, Julius von Bismarck et al.

1 Endlich war es soweit! Die bisher (bis auf ein geselliges Boots-Sommerprogramm) nur wenig sichtbare Hafencity-Kuratorin Ellen Blumenstein präsentiert das erste öffentliche Kunstwerk ihrer Ägide: “Public Face” von Julius von Bismarck, Benjamin Maus und Richard Wilhelmer, ein meterhohes LED-Smiley an der Kibbelstegbrücke, liest per Videoüberwachung die Gesichter der Stadtbenutzer aus und macht deren durchschnittlichen Stimmungs-Level sichtbar. Sind die Bewohner*innen happy, lächelt das Gesicht, sind sie wütend, schaut es böse.

2 Ausgerechnet Emotionen also stehen nun im als kühl und leblos verschrienen Stadtteil im Mittelpunkt. Die Bewohnerinnen und Besucherinnen, ihre Stimmungen, Empfindungen, Emotionen sind es, die Blumenstein interessiert. “Kultur ist jener gesellschaftliche Bereich, in dem weder juristische oder soziale Grundlagen noch konkrete Anwendungen, sondern Wirkungen und Gefühle im Mittelpunkt stehen”, schreibt sie auf der Seite des Projekts. (Über diese seltsame Definition könnte man sehr gut streiten). Und wie nebenbei wird noch auf die Allgegenwart von Videoüberwachung hingewiesen.

3 Public Face, ein Stimmungsindikator als erstes Ausloten des Terrains: An sich ja ein schönes Projekt. Nur die Anzahl der möglichen Stimmungen, die das Smiley darstellen kann, macht etwas stutzig. Ganze vier Emotionen kennt das öffentliche Gesicht. In einer normierten und polarisierten Welt, in der Zwischentöne sowieso schon kaum zu hören sind, ist das dann doch relativ wenig.

https://rhizome.hfbk.net/p/139474


Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

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Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Jahresausstellung 2020 an der HFBK Hamburg

Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?