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ICAT der HFBK Hamburg

ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer der HFBK Hamburg
AtelierHaus
Lerchenfeld 2a
22081 Hamburg

Mit dem Umzug in das neue Ateliergebäude gewinnt die ehemalige Galerie der HFBK an Ausstellungsfläche und an Möglichkeiten. Mehr noch, sie tritt in einen Prozess der konzeptuellen Veränderung ein. Das 2022 gegründete ICAT wird die Forschungsaktivitäten der HFBK Hamburg bündeln und künstlerische Fragestellungen nachhaltig in die aktuellen gesellschaftlichen Diskurse einbringen. Als ein Zentrum für kritische Kunstpraxis und Theorie adressiert ICAT mit seinen Veranstaltungen, Ausstellungen, Workshops und Publikationen ein vielfältiges Publikum, um andere Formen des Wissens und der kulturellen Produktion zu entdecken.

In dem neuen AtelierHaus nimmt die Galerie zwei Räume im Erdgeschoss ein, die mit einer Ausstellungsfläche von fast 360 Quadratmetern deutlich größer sind, als der bisherige Raum im 2. Stock des Hauptgebäudes. Die technisch besser ausgestatteten und repräsentativen Ausstellungsräume ermöglichen vielfältige Nutzungen und durch das zentrale Fenster an der Längsseite öffnet sich der Ausstellungsraum zur Straße. Als großzügiges Schaufenster ermöglicht es den Blick in die Kunstproduktions- und Ausstellungsstätte. Gleichzeitig spielt das Außen eine sichtbare Rolle bei allen Projekten im Innenraum, woraus sich interessante Korrespondenzen ergeben. „Zwischen dem Inneren einer Kunsthochschule und dem Draußen muss es etwas geben, eine in beide Richtungen durchlässige Membran. Und diese Membran kann die Galerie sein. Das bedeutet, noch stärker die Öffentlichkeit zu adressieren, die damit eingeladen wird, an die Hochschule zu kommen und die Ausstellungen wahrzunehmen“, so Martin Köttering.

Programm

relate to... Master-Studierende der HFBK im ICAT, kuratiert von Tobias Peper

Eröffnung: 9. Februar 2023, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 10. - 12. Februar 2023

Die Ausstellung basiert auf einem Open Call an die Masterstudierenden der HFBK. Im Fokus stand die Frage nach den Möglichkeiten über die Kunst mit der Welt in Verbindung zu treten. Kunst ist eng mit Wahrnehmung, Perspektive und Subjektivität verbunden. Sie hat sie das Potenzial, Zugang zu bisher Ungesehenem zu schaffen, Wahrnehmung zu schärfen und zu verändern. Ein Kunstwerk darf und kann die Welt im besten Sinne des Wortes auf den Kopf stellen und darüber neue Perspektiven eröffnen.

Die ausgewählten Arbeiten nutzen ästhetische Strategien, um soziopolitische ebenso wie persönliche Erfahrungen zum Ausdruck zu bringen oder Strukturen offenzulegen und zu unterwandern. Sie treten in Kommunikation zu den Besuchenden, ohne eindeutige Botschaften zu artikulieren. Die produktive Uneindeutigkeit der Kunst steht im Zentrum der Ausstellung.

Beteiligte Künstler*innen: Ngozi Schommers, Lennart Mink Weber, Sara Malie Mikkelsen, Kenneth Lin, Belia Brückner, Maxime Chabal, Annika Grabold, Johannes Kuczera

Kuratiert von Tobias Peper, Künstlerischer Leiter des Kunstvereins Harburger Bahnhof

Selbst und Zweck

Eröffnung: 15. Dezember 2022, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 16. Dezember 2022 - 22. Januar 2023

Allen voran in Zeiten der Krise spielt das Politische eine bedeutende Rolle in der Kunst. Ob als selbst oder von außen auferlegte Erwartungshaltung gesellschaftspolitisch relevant zu sein, als Verschreibung an oder bewusste Abgrenzung von einer Verantwortung. Besonders seit dem frühen 20. Jahrhundert waren nicht zuletzt in Reaktion auf die Entwicklungen der Zeit, wiederholt Phasen verstärkter Politisierung zu beobachten.

Die Gruppenausstellung „Selbst und Zweck“ vereint sechs künstlerische Positionen, die sich mit Rissen und Brüchen der Gegenwart beschäftigen. Die zum Teil eigens für die Ausstellung entwickelten Arbeiten zeichnen sich durch eine formale und thematische Vielfalt aus. Präsentiert werden multimediale Skulpturen, Installationen und Malereien. Neben forschenden Vorgehensweisen, die sich konkreten gesellschaftspolitischen Fragen widmen, finden sich Ansätze, die das Spannungsfeld von Kunst und Gesellschaft auf einer abstrakten Ebene behandeln. Sie widmen sich Themen und Mechanismen von Macht und Widerstand, Fürsorge und Identität aus gleichermaßen politischen wie poetischen Perspektiven.

Beteiligte Künstler*innen: Anne Meerpohl, Katja Pilipenko, Merlin Reichart, Ngozi Schommers, Sung Tieu, Leyla Yenirce

Kuratiert von Sjusanna Eremjan

Irgendwas ist immer

Eröffnung: 28. September, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 29.9.-23.10.22, Di-So 14-18 Uhr

Mit einer Reihe von Sitzelementen, Tischen und Leuchten, darunter Klassiker wie Chair_ONE (2004) und die mobile Leuchte Mayday (1999) gibt die Einzelausstellung Irgendwas ist immer einen Ausblick auf das vielseitige Werk des Designers und HFBK-Professors Konstantin Grcic (*1965). Neben industriell gefertigten Objekten sind auch Entwicklungsmodelle zu sehen.

Für die Ausstellung greift Grcic auf Mobiliar der Hochschule für Bildende Künste Hamburg (HFBK) zurück, welches er zu Displays für die von ihm gestalteten Objekte umfunktioniert. Beschmiert, getaggt und zerkratzt sind die längst ausgedienten Schränke, Tischplatten und Böcke materielle Zeugnisse der Geschichte in dem diesjährig eröffneten ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer der HFBK Hamburg.

Diese Zusammenführung veranschaulicht die zunehmende Relevanz von Szenografie in dem nunmehr 30-jährigen Schaffen von Grcic. Vor allem aber ist sie Ausdruck der sorgfältigen Auseinandersetzung mit dem Raum und der Sensibilität für die von Zufall, Experiment und Prozesshaftigkeit ausgehenden Potentiale.

Nach einer Lehre zum Möbelschreiner an der John Makepeace School for Craftsmen in Wood studierte Konstantin Grcic Design am Royal College of Art in London. Mit dem Büro Konstantin Grcic Design arbeitet er von Berlin aus in verschiedenen Feldern die von Industrie-, Möbel- und Ausstellungsdesign bis hin zu Kollaborationen in Architektur und Mode reichen. Seine Entwürfe wurden vielfach mit internationalen Preisen ausgezeichnet und sind in den Sammlungen der wichtigsten Designmuseen weltweit vertreten. Konstantin Grcic ist seit 2020 Professor für Industriedesign an der HFBK Hamburg.

Approaching the Unknown

Eröffnung: 2. September 2022, 18 Uhr
Ausstellungszeitraum: 3.-15. September 2022, täglich 14-18 Uhr, montags geschlossen

Approaching the Unknown zeigt neun künstlerische Positionen, die sich mit den Themen Erforschung, Umbruch und Transformation beschäftigen. Ausgangspunkt der Ausstellung sind von der NASA aufgenommene Deltaformationen auf dem Mars. Mit der Mündung in neue Räume infolge fortwährender Ab- und Verlagerungen, ist das Delta grundlegende Metapher des gleichnamigen Kollektivs.

In der zweiten gemeinsamen Ausstellung nehmen die Künstler*innen den roten Planeten, der seit der Antike Gegenstand der Faszination und Forschung ist, zum Anlass eine Reihe von Fragen an das Unbekannte zu stellen. In den skulpturalen, filmischen und installativen Arbeiten setzen sie sich unter anderem mit physikalischen Kräften, sozialen Strukturen und dem Verhältnis von Mensch und Natur auseinander. Dabei spielen Prozesse der Simulation, Adaption und Spekulation eine tragende Rolle. Neben der Neugier ist den künstlerischen Positionen der Glaube an einen aus der Beschäftigung mit dem Unbekannten resultierenden Erkenntnisgewinn für die gegenwärtige und künftige Lebensrealität gemein.

Beteiligte Künstler*innen: Jessica Arseneau, Juan Pablo Gaviria Bedoya, Anneliese Greve, Jaewon Kim, Fritz Lehmann, Jakob Limmer, Snow Paik, Hara Shin, Siri Wirtensohn

Kuratiert von Sjusanna Eremjan

Imagining Health I

Eröffnung: 21. Juli 2022, 18 Uhr, Galerie der HFBK
Ausstellungszeitraum: 22. Juli-3. August 2022, täglich 14-18 Uhr, montags geschlossen
Finissage: 3. August 2022, 18 Uhr, Galerie der HFBK
Bei einem Empfang haben die Besucher*innen die Gelegenheit zum Austausch mit den Künstler*innen

Die Hochschule für bildende Künste Hamburg lädt Sie herzlich ein zur Eröffnung von „Imagining Health I“, einer Ausstellungsreihe in Kooperation mit dem „Centre for the Study of Health, Ethics and Society“ der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Hamburg.

Im Rahmen einer Ausschreibung wurden neun eigens für das Projekt entwickelte Arbeiten, die sich mit den mentalen, körperlichen und strukturellen Dimensionen von Gesundheit beschäftigen, von einer Jury ausgewählt.

Die beteiligten Künstler*innen sind Anna Bochkova, Maxime Chabal, Matthis Frickhœffer & Sebastian Kommer, Sanja Henning, Kristina Kröger & Lazar Stojić, Lena Kunz, Millie Schwier, Julian Slagman, Samuel Witt.

Die Jury setzte sich zusammen aus: Dr. James Farley, Prof. Martin Köttering, Prof. Annika Larsson und Prof. Dr. Ulf Schmidt.

Kuratiert wurde die Ausstellung von Sjusanna Eremjan.

Ausstellung von Amna Elhassan

Eröffnung: Do, 7. Juli 2022, 19 Uhr (im Rahmen der Graduate Show) | Ausstellungszeitraum: 8.-17. Juli 2022 (täglich außer montags, 14-18 Uhr)

Amna Elhassan (* 1988, Khartum, Sudan) ist aktuell Gastlektorin im Rahmen der Art School Alliance an der HFBK Hamburg. In ihrer künstlerischen Arbeit setzt sie sich mit der Wahrnehmung des weiblichen Körpers im öffentlichen und privaten Bereich auseinander und greift dabei auf unterschiedliche Medien wie Druckgrafik und Malerei zurück. Zu ihren letzten Ausstellungen zählten: Egypt Int‘l Art Fair in Kairo; Afriart Gallery in Kampala, Uganda; Journées d‘Art Contemporain de Carthage JACC, Tunis oder National Museum of Sudan, Khartoum u.a.

Finkenwerder Kunstpreis 2022

Ausstellung: 2.-25. Juni 2022
Eröffnung: 1. Juni 2022, 18 Uhr

Mit dem diesjährigen Finkenwerder Kunstpreis wird die US-amerikanische Künstlein Renée Green ausgezeichnet. Die HFBK-Absolventin Frieda Toranzo Jaeger erhält den Finkenwerder Förderpreis der HFBK Hamburg.

Zwei Besucher vor einem Bildschirm, Videoarbeit von Max Pilger läuft.

Absolvent*innenausstellung 2018, Masterabschlussarbeit von Max Pilger; Foto: Lukes Engelhardt

Binge Watching

Vorlesungsfreie Zeit an der HFBK Hamburg - der perfekte Zeitpunkt für die zahlreichen Artist Talks, digitalen Kunstprojekte, Vorträge und Podcast-Beiträge in unserer Mediathek. Wir haben eine kleine Auswahl zusammengestellt.

Begutachtung der eingereichten Mappen durch die Aufnahmekommission

Begutachtung der eingereichten Mappen durch die Aufnahmekommission

How to apply: Studium an der HFBK Hamburg

Vom 1. Februar bis 6. März 2023, 16 Uhr läuft die Bewerbungsfrist für ein Studium an der HFBK Hamburg. Alle wichtigen Infos dazu gibt es hier.

Jahresausstellung 2023, Arbeit von Toni Mosebach / Nora Strömer; Foto: Lukes Engelhardt

Jahresausstellung 2023, Arbeit von Toni Mosebach / Nora Strömer; Foto: Lukes Engelhardt

Jahresausstellung 2023 an der HFBK Hamburg

Vom 10.-12. Februar präsentieren Studierende aus allen Schwerpunkten ihre künstlerischen Arbeiten im Gebäude am Lerchenfeld, in der Wartenau 15 und im AtelierHaus. Im dort ansässigen ICAT kuratiert Tobias Peper, Künstlerischer Leiter des Kunstvereins Harburger Bahnhof, eine Ausstellung mit HFBK-Masterstudierenden. Zudem stellen dort 10 Austauschstudierende des Goldsmiths, University of London ihre Arbeiten aus.

Symposium: Kontroverse documenta fifteen

Mit dem Symposium zur documenta fifteen am 1. und 2. Februar 2023 möchte die HFBK Hamburg Hintergründe und Zusammenhänge analysieren, unterschiedliche Standpunkte ins Gespräch bringen und eine Debatte ermöglichen, die explizit den Antisemitismus im Kunstfeld thematisiert. Die Veranstaltung bietet Raum für divergente Positionen und will Perspektiven für die Gegenwart und Zukunft des Ausstellungmachens eröffnen.

ASA Open Studios im Wintersemester 2021/22; Foto: Marie-Theres Böhmker

ASA Open Studios im Wintersemester 2021/22; Foto: Marie-Theres Böhmker

Das Beste kommt zum Schluss

Zum Jahresende finden nochmals zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen mit HFBK-Kontext statt. Einige davon tragen wir hier zusammen. Auch einen kurzen Ausblick auf zwei Vorträge im Rahmen des Professionalisierungsprogramms im Januar finden sich in darunter.

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Festival und Symposium: Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image

Als abschließender Teil des künstlerischen Forschungsprojekts laden das Festival und Symposium vom 24.-27. November 2022 zu Vorführungen, Performances, Vorträgen und Diskussionen ein, die das Potenzial der bewegten Bilder und des (menschlichen und nicht-menschlichen) Körpers erforschen, unseren gewohnten Kurs umzukehren und die herrschende Ordnung der Dinge zu verändern.

Blick in die vollbesetzte Aula zum Semesterstart; Foto: Lukas Engelhardt

Blick in die vollbesetzte Aula zum Semesterstart; Foto: Lukas Engelhardt

Herzlich willkommen - und los geht's!

Wir freuen uns, zum Wintersemester 2022/23 viele neue Gesichter an der HFBK Hamburg begrüßen zu können. Einige Informationen und Hintergründe zu unseren neuen Professor*innen und Gastprofessor*innen stellen wir hier zusammen.

Einzelausstellung von Konstantin Grcic

Vom 29. September bis 23. Oktober 2022 zeigt Konstantin Grcic (Professor für Industriedesign) im ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer der HFBK Hamburg eine raumgreifende Installation aus von ihm gestalteten Objekten und bereits existierenden, neu zusammengestellten Gegenständen. Parallel wird der von ihm konzipierte Raum für Workshops, Seminare und Büro-Arbeitsplätze im AtelierHaus in Betrieb genommen.

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Kunst und Krieg

„Jeder Künstler ist ein Mensch“. Diese so zutreffende wie existenzialistische Feststellung von Martin Kippenberger (in ironischer Umformulierung des bekannten Beuys Zitats) bringt es in vielerlei Hinsicht auf den Punkt. Zum einen erinnert sie uns daran, nicht wegzusehen, (künstlerisch) aktiv zu handeln und unsere Stimmen zu erheben. Gleichzeitig ist sie eine Ermahnung, denen zu helfen, die in Not sind. Und das sind im Moment sehr viele Menschen, unter ihnen zahlreiche Künstler*innen. Deshalb ist es für Kunstinstitutionen wichtig, nicht nur über Kunst, sondern auch über Politik zu diskutieren.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; Foto: Tim Albrecht

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; Foto: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

Vom 8. bis 10. Juli 2022 präsentieren mehr als 160 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2021/22 ihre Abschlussarbeiten aus allen Studienschwerpunkten. Unter dem Titel Final Cut laufen zudem alle Abschlussfilme auf großer Leinwand in der Aula der HFBK Hamburg. Parallel ist in der Galerie der HFBK im Atelierhaus die Ausstellung der sudanesischen Gastlektorin Amna Elhassan zu sehen.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Der Juni lockt mit Kunst und Theorie

So viel Programm war schon lange nicht mehr: Ein dreitägiger Kongress zur Visualität des Internets bringt internationale Webdesigner*innen zusammen; das Forscher*innenkollektiv freethought diskutiert über die Rolle von Infrastrukturen und das Symposium zum Abschied der Professorin Michaela Ott greift zentrale Fragen ihrer Forschungstätigkeit auf.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Kunstpreis 2022

Der 1999 vom Kulturkreis Finkenwerder e.V. initiierte Finkenwerder Kunstpreis hat eine Neuausrichtung erfahren: Als neuer Partner erweitert die HFBK Hamburg den Preis um den Aspekt der künstlerischen Nachwuchsförderung und richtet ab 2022 die Ausstellung der Prämierten in der HFBK Galerie aus. Mit dem diesjährigen Finkenwerder Kunstpreis wird die US-amerikanische Künstlein Renée Green ausgezeichnet. Die HFBK-Absolventin Frieda Toranzo Jaeger erhält den Finkenwerder Förderpreis der HFBK Hamburg.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld, im Hintergrund der Bau von Fritz Schumacher; Foto: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

Nach mehr als 40 Jahren intensiven Bemühens wird für die HFBK Hamburg ein lang gehegter Traum Wirklichkeit. Mit dem neu eröffneten Ateliergebäude erhalten die Studienschwerpunkte Malerei/Zeichnen, Bildhauerei und Zeitbezogene Medien endlich die dringend benötigten Atelierräume für Master-Studierende. Es braucht einfach Raum für eigene Ideen, zum Denken, für Kunstproduktion, Ausstellungen und als Depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg

Nach der digitalen Ausgabe im letzten Jahr, findet die Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg wieder mit Publikum statt. Vom 11.-13. Februar präsentieren die Studierenden aus allen Studienschwerpunkten ihre künstlerischen Arbeiten im Gebäude am Lerchenfeld, in der Wartenau 15 und im neu eröffneten Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Wer spricht? Wer malt welches Motiv? Wer wird gezeigt, wer nicht? Identitätspolitische Fragen spielen in der Kunst und damit auch an der HFBK Hamburg eine wichtige Rolle. Das hochschuleigene Lerchenfeld-Magazin beleuchtet in der aktuellen Ausgabe Hochschulstrukturen sowie Studierendeninitiativen, die sich mit Diversität und Identität befassen.

Foto: Klaus Frahm

Foto: Klaus Frahm

Summer Break

Die HFBK Hamburg befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, viele Studierende und Lehrende sind im Sommerurlaub, Kunstinstitutionen haben Sommerpause. Eine gute Gelegenheit zum vielfältigen Nach-Lesen und -Sehen:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?